Jugendhilfe rechnet sich – auch bei teuren Hilfen. Das war ein  Forschungsergebnis, das Professor Dr. Michael Macsenaere (Foto) vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe der Universitäten Mainz und Köln am Montagabend den Gästen des St.-Konradihauses schilderte. Ein Euro in der Jugendhilfe sei für die Gesellschaft drei Euro wert: Denn dadurch kämen mehr Jugendliche in eine Erwerbstätigkeit, seien langfristig weniger arbeitslos, gesünder und weniger straffällig. „Das sind keine Kosten, das sind Investitionen“, sagte Macsenaere. Und der immaterielle Nutzen der Jugendhilfe sei noch weitaus höher.

Die Dauer ist wichtig

Damit die Hilfe für Jugendliche in Problemsituationen wirkt, müssen allerdings einige Faktoren erfüllt sein. So sei eine sozialpädagogische Eingangsdiagnose unabdingbar. Die Dauer der Hilfe sei enorm wichtig – erst nach rund einem Jahr Unterstützung zeigten sich die ersten positiven Effekte. Sie werden dann nach zwei, drei und vier Jahren Hilfe immer stärker. Von großer Bedeutung sei auch die Teilnahme, Mitsprache und Mitverantwortung der Kinder und Jugendlichen.