Bürgermeisterwahl Josef Renner stellt sich als Kandidat vor

Kandidat Josef Renner ist Bürgermeister in Emeringen und alleiniger Kandidat für die Wahl am Sonntag.
Kandidat Josef Renner ist Bürgermeister in Emeringen und alleiniger Kandidat für die Wahl am Sonntag. © Foto: Dietmar Burgmaier
Emeringen / Dietmar Burgmaier 08.10.2018

In Emeringen hat sich am Freitagabend der einzige Kandidat zur Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag, 14. Oktober, im Bürgerhaus präsentiert: Amtsinhaber Josef Renner. Obwohl der 66-Jährige nicht mehr die ganze kommende Amtsperiode von acht Jahren ausfüllen kann, weil er an die Altersgrenze von 73 Jahren stößt, hinterlässt er einen motivierten Eindruck.

Zur Vorstellung des Kandidaten kamen mehrere Dutzend Interessierte. Sie hörten den mehr als anderthalbstündigen Ausführungen des Bürgermeisters geduldig zu. Renner begann seinen Vortrag mit Persönlichem. Er präsentierte seinen beruflichen Werdegang von der landwirtschaftlichen Lehre über Abendrealschule in Riedlingen und Vermessungsstudium in Stuttgart, den jahrzehntelangen Dienst beim Vermessungsamt in Ehingen und später innerhalb des Alb-Donau-Landratsamts.

Wenige Jahre vor seiner Pensionierung stellte sich Renner nochmals einer beruflichen Herausforderung: Auf Drängen des Landrats Heiner Scheffold übernahm Renner die Leitung einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm. Als diese schließlich aufgelöst wurde, wechselte Renner auf einen ähnlichen Posten bei der Flüchtlingsunterkunft in Sigmaringen.

Seit einem halben Jahr ist Renner pensioniert und kann sich voll auf seine ehrenamtliche Aufgabe als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde konzentrieren. „Wer die Arbeit des Bürgermeisters neben seinem normalen Job macht, verdient hartes Brot“, sagte Renner. Trotzdem scheinen ihm die vergangenen acht Jahre als Bürgermeister Spaß gemacht zu haben.

Selbstbewusst schilderte der Schultes die Neuerschließung eines weiteren Baugebiets im Norden des Dorfs. Und er vergisst natürlich nicht, zu erwähnen, dass Emeringen schon früh die Weichen für eine Glasfaserverbindung zwecks schnellem Internet gestellt hat.

Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist dem Bürgermeister wichtig. So regte Renner jüngst einen Treff für ältere Mitbürger an. Für die Zukunft plant der Bürgermeister, einen Bauhof für die Gerätschaften der Gemeinde einzurichten.

Amtsausübung bis zum 73. Geburtstag

Regelung Wählbar ist, wer die Altersgrenze von 67 Jahren noch nicht überschritten hat. Für die Amtsausübung gibt es aber auch eine Obergrenze: bis zur Vollendung des 72. Lebensjahrs ist das möglich. Der Emeringer Kandidat Josef Renner ist 66 Jahre alt und kann deshalb wieder antreten. Diese landesweite Regelung wurde vor drei Jahren von der damaligen grün-roten Landesregierung beschlossen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel