Ferienprogramm Welpenschule: Jeder Hund kann etwas lernen

Die Kinder halfen auch beim Hunde-Training mit.
Die Kinder halfen auch beim Hunde-Training mit. © Foto: Jürgen Emmenlauer
Kirchen / Renate Emmenlauer 20.08.2018
Wie geht man mit einem Hund um? Das erfahren 22 Mädchen und Buben bei der Welpenschule in Kirchen.

Auf dem Areal des Hundeausbildungszentrums WiWA in Kirchen wuselte es am Samstagnachmittag. Viele Mitglieder hatten sich mit ihren Vierbeinern eingefunden, um andere Mitglieder zu treffen, andere nahmen mit ihren Tieren an der wöchentlich am Samstag und Sonntag stattfindenden Welpenschule teil.

22 Mädchen und Jungs waren im Rahmen des CDU-Ferienprogramms vor Ort – dieses Angebot fand bereits im dritten Jahr statt –, um zu lernen und zu erleben, wie man mit Hunden umgeht, insbesondere mit Welpen.

Katja Büchele, die aktuell eine Ausbildung zur Hundetrainerin absolviert, erläuterte als erstes die zwölf Grundregeln im Umgang mit Hunden. „Darf man einen fremden Hund streicheln? Darf man ihn an den Ohren oder am Schwanz ziehen?“, fragte die versierte Hundebesitzerin die Kinder, die vielfach die Hände in die Höhe reckten, um zu antworten. Zu der ersten Frage gab Katja Büchele die Antwort selbst: „Ihr müsst immer erst den Besitzer fragen, wie der Hund drauf ist, etwa, ob er aggressiv ist und vielleicht auch beißt.“

Lieber auf die Ohren schauen

Wichtig sei, alles zu vermeiden, was der Hund als Bedrohung sehen könnte. „Ihr dürft dem Hund keinesfalls in die Augen starren“, riet sie. Wenn sich zwei Tiere fremd seien, versuchen sie, über das Starren den anderen einzuschüchtern. Wenn einer wegguckt, hat der andere gewonnen. Wenn keiner wegguckt, kämpfen die Hunde, um herauszufinden, wer der Stärkere ist. „Auch wenn Menschen einem Hund in die Augen starren, kann es passieren, dass dieser sich verteidigen will. Das ist gefährlich. Deswegen guckt man einem Hund am besten auf die Schnauze oder auf die Ohren“, fügte Katja Büchele an.

Auch Welpen haben Angst

Sie gab den Kindern noch weitere wertvolle Tipps, etwa, dass der Hund mit der Haltung seines Schwanzes zeigt, ob er fröhlich, ängstlich oder sauer ist. Und man sollte den Hund nicht beim Fressen stören. Wobei der Hundeführer beim Spaziergang schon darauf schauen müsse, an was sein Vierbeiner gerade herumnagt. Und: „Kein Hund ist wie der andere. Aber jeder Hund ist lernfähig, unabhängig von seiner Rasse“, sagte Vereinschefin Claudia Kuhnert, als die Mädchen und Jungs dann bei der Welpenschule erleben durften, wie die Welpen auf spielerische Weise erzogen werden. „Wichtig ist auch, dass die Welpen ihre Angst überwinden und Bindungen zu anderen Welpen und auch Menschen aufbauen“, sagte Claudia Kuhnert.

Wie sie berichtete, seien die Welpen ab der 10. bis 26. Lebenswoche in der Welpenschule, dann folge die „Pflegegruppe“ als weiterführende Hundeschule. Der erlebnisreiche Nachmittag mit den Welpen und deren Herrchen verging wie im Flug. Und manches Kind hatte dann auch seine Angst vor Hunden verloren.

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