Gemeinderat Emerkingen: Investieren in den Festplatz

Regina Zeeb erklärt das Öko-Konto.
Regina Zeeb erklärt das Öko-Konto. © Foto: Dietmar Burgmaier
Emerkingen / Dietmar Burgmaier 19.06.2018
Bis zu den Musikertagen 2019 sollen Flächen geebnet und neue Leitungen gelegt sein. Das Ulmer Büro Zeeb erhält den Auftrag für ein Öko-Konto.

Die Ulmer Diplom-Geographin Regina Zeeb soll mit ihrem Büro für Emerkingen ein Öko- Konto erarbeiten und dieses dann als „Instrument zur ökologischen Entwicklung“ auch führen. Das hat der Gemeinderat am Montagabend auf der Grundlage eines Angebots von netto 6000 Euro auch beschlossen. Das Büro Zeeb führt bereits die Öko-Konten von Munderkingen, Rottenacker, Ober- und Unterstadion.

Regina Zeeb hatte zuvor die Funktion eines solchen Kontos ausführlich beschrieben.  Es gehe darum, alles zu verwalten, was als mögliche Ausgleichsmaßnahmen nach Eingriffen in Schutzgüter wie Boden, Wasser oder Luft in Frage kommt, also Maßnahmen wie Gewässerrenaturierungen, Entsiegelung von Straßenraum und Pflege von Schutzgebieten. Verschiedene Gehölzpflanzungen sind vorgesehen; außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Waldsaum oder Wiederaufforstungsflächen anzulegen.

Bürgermeister Paul Burger bezeichnete die Führung eines Öko-Kontos als „filigrane und diffizile Aufgabe“. Zu dieser gehören auch Gewässerschau und -ausbau sowie ein Gewässerentwicklungsplan. Das Prüfen von Bebauungsplänen und das Festlegen von jährlichen Schwerpunkten sind auch Teil dieser ökologischen Maßnahmen. Emerkingen verfügt schon über ein Öko-Konto mit einem Guthaben, das vor zwölf Jahren vom Planungsbüro Künster eingerichtet worden ist und als Gutschriften ökologische Maßnahmen in Verbindung mit den Bebauungsplänen Stützen IV und Auchtweide enthält.

Ebene Flächen zum Ziel

Die Modernisierung des Festplatzes an der Wachinger Straße nimmt Formen an. Geplant sind Vermessung und Prüfung der Anschlussmöglichkeit an den Kanal, ebene Flächen für Kühl- und Festwagen sowie für den Toilettenbereich, Tiefbauarbeiten für eine neue Infrastruktur für Wasser und Abwasser mit fünf Schächten, Anschlusssäule und elektrischer Leitungsbau in den Schächten, Bau von zwei Einlaufschächten für Oberflächenwasser, Verbreiterung der Einfahrtsbereiche sowie Minimierung des Ost- West-Gefälles im Zeltbereich. Die Kostenschätzung liegt bei rund 60 000 Euro. Mit Eigenleistungen der beteiligten Vereine (Musikkapelle und Fetzasprenger) sollen diese Kosten auf unter 50 000 Euro gesenkt werden. Die Alternative Verlegung des Festplatzes in den Außenbereich sei zwar städteplanerisch sinnvoll, wie Bürgermeister Burger sagte, doch fehlten der Gemeinde dafür Fläche, Geld und Zeit. Das Ziel sei deshalb, am angestammten Platz die vorgesehene Modernisierung so schnell wie möglich umzusetzen, damit der Festplatz im kommenden Jahr bei den Musikertagen wieder genützt werden kann. Für den Spielplatz an der Gartenstraße wird für 1400 Euro eine neue viersitzige Wippe bei der Firma Spielgeräte Maier angeschafft. Das Gerät wird vom örtlichen Bauhof montiert.

Kindergruppe aufstocken

Steigende Kinderzahlen erfordern eine Anpassung der Gruppenformen im Kindergarten. Dieser hat bisher zwei Gruppen mit 12 und 22 Kindern. Die erste Gruppe soll auf maximal 28 Kinder aufgestockt werden. Bürgermeister Burger wurde beauftragt, den Personalschlüssel entsprechend zu verändern.

Vom 7. bis 14. Mai wurden in der Hundersinger Straße AAutos kontrolliert. Bürgermeister Burger zeigte sich erfreut darüber, dass eine Vielzahl der 1190 überprüften Fahrzeuge die neue 30er-Zone beim Kindergarten einhalten.

Die Erschließung des Bauabschnitts vier im Gebiet Stützen IV verzögert sich wegen der Überlastung der ausführenden Firma bis nach den Handwerkerferien. Der Burger drängt auf eine Fertigstellung bis 30. September.

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