„Linoldruck haben wir noch nie gemacht“, sagte eine Schülerin der 7a im Workshop mit Sarah Baltes, die mit dem Interim-Mobil an die Schule gekommen war. Drei Tage lang hatten die Realschüler der siebten Klassen Gelegenheit, sich kreativ mit dem Thema zu beschäftigen. Drei Künstlerinnen brachten den Jungs und Mädchen bisher unbekannte Techniken bei, mit denen der Heimatbegriff umgesetzt werden konnte.

Den Auftakt machte Sarah Baltes, die nach Fotos den Wolfertturm in Linol schneiden ließ. „Dabei durfte der Turm durchaus auch verändert werden“, sagte die Kunstlehrerin Ursula Ramin-Gantert, die die Workshops koordinierte. Einen ganzen Vormittag durften die Schülerinnen und Schüler Schneiden, Ritzen und Drucken. Dass dabei das Resultat seitenverkehrt erscheint, war für einige dann eine Überraschung. „Ich fand es echt cool, so etwas machen wir sonst nie“, sagte ein Schüler.

Selbständig gestalten

Im zweiten Workshop führte Veronika Bobke aus Zwiefalten die Mädchen und Jungs der 7b in die Geheimnisse der Kalligraphie ein. Dazu hatte sie schräg angeschnittene Kalligraphie-Filzstifte mitgebracht, die dem kalligraphischen Schreiben mit einer Feder ähnlich sind. Die Kommunikationsdesignerin hatte zudem Sprüche herausgesucht, die sich mit der Heimat beschäftigen und die in schöner Schrift auf Papier gebracht werden sollten. „Gastsein ist gut. Heimkommen ist besser“ war nicht nur wegen der Kürze, sondern auch wegen des Inhalts der am meisten verwendete Spruch. „Als die Schüler etwas vom Schönschreiben hörten, haben sie zunächst schon die Nase gerümpft“, sagte Ursula Ramin-Gantert. Doch dann gefiel auch den Jungs das Gestalten von Buchstaben, zumal man mit einem Drucker auch noch einen schönen Rand um die Schrift drucken konnte. Workshop-Leiterin Veronika Bobke hatte mit der „Unziale“ und der „Dick-Dünn-Schrift“ zwei Schriftarten mitgebracht, die von den Schülern gut nachgezeichnet werden konnten.

„Es ist schon schön, mal eine andere Schrift kennenzulernen“, sagte Emely. Es sei anfangs schon schwer gewesen, sagte die Zwölfjährige. Nils hoffte, den Text auch ordentlich zu Papier zu bekommen und sich nicht in den Abständen zu verschätzen. Lars malte zur Schrift noch ein Haus, um den Heimatbegriff zu verdeutlichen. Alle Schüler fanden, die Zeit sei wie im Flug vergangen.

Bereichernder Einblick

Im dritten Workshop lernten die Jugendlichen erneut ein neues Material kennen. Andrea Tiebel-Quast brachte Draht mit, aus dem die Schüler Objekte und Insekten bogen. Für alle Kinder war der Einblick in künstlerische Techniken bereichernd. „Vor allem, weil wir da vier Stunden Zeit hatten“, sagte eine Schülerin.

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