Stiftung Inklusion nützt allen

Gestern beim Rundgang: Günter Braun, die Ehinger Diakoniebeauftragte Margarethe Runzer, Heinz Wiese, Pfarrerin Susanne Richter, Vorstandschef Pfarrer Lothar Bauer, Gudrun Reuther, Dezernet Josef Barabeisch, Bürgermeister Sebastian Wolf, Bereichsleiterin Corinne Klingler und Andreas Lingk.
Gestern beim Rundgang: Günter Braun, die Ehinger Diakoniebeauftragte Margarethe Runzer, Heinz Wiese, Pfarrerin Susanne Richter, Vorstandschef Pfarrer Lothar Bauer, Gudrun Reuther, Dezernet Josef Barabeisch, Bürgermeister Sebastian Wolf, Bereichsleiterin Corinne Klingler und Andreas Lingk. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 14.10.2017
Die BruderhausDiakonie mit Sitz in Reutlingen ist auch in Ehingen sehr aktiv. Davon überzeugte sich der Gesamtvorstand bei einem Rundgang.

Die BruderhausDiakonie ist eine gemeinnützige Stiftung, die in 15 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs vielfältige Leistungen in Pflege, Assistenz, Beratung und Arbeit bietet. Die etwa 4200 Mitarbeitenden begleiten rund 10 000 Menschen in der Alten- Behinderten und Jugendhilfe sowie in der Sozialpsychiatrie. Ihren Sitz hat die BruderhausDiakonie in Reutlingen. In den letzten Jahren wurden auch in Ehingen die verschiedensten Dienste aufgebaut, wovon sich der dreiköpfige Vorstand bei einem Rundgang ein Bild machte. Pfarrer Lothar Bauer (Vorstandsvorsitzender), Günter Braun (Fachlicher Vorstand) und Andreas Lingk (Kaufmännischer Vorstand) ließen sich von Gudrun Reuther, der Leiterin der BruderhausDiakonie Alb-Donau/Ulm die Ehinger Angebote zeigen.

1996 begann die BruderhausDiakonie mit dem Aufbau von ambulant betreuten Wohnangeboten, im Jahr 2000 wurde das Wohnhaus in der Gruornerstraße eröffnet, das 17 Menschen mit einer psychischen Erkrankung Platz bietet. „Wir haben hier drei Wohngruppen und unterstützen die Leute beim Einkaufen oder anderen alltäglichen Dingen“, berichtete der Teamleiter Jean- François Karsch. An der Zusammensetzung der Bewohner zeige sich ein Problem, das sich auch auf die Betreuung der Bewohner auswirke, meinte Gudrun Reuther. „Wir haben hier viele ältere Menschen, auch Diabetiker, die zunehmend auch pflegerisch betreut werden müssen“, meinte sie. Einige Bewohner leben in dem Haus seit 10 Jahren. In Laichingen und Langenau, den anderen von der BruderhausDiakonie betriebenen Wohnhäusern für Menschen mit psychischen Erkrankungen, sehe das Bild anders aus. Dort wohnen auch jüngere Erwachsene in Wohngruppen. Derzeit sind alle Wohnplätze belegt.

Neben den stationären Einrichtungen versorgen die Mitarbeiter auch etwa 130 Personen ambulant in ihrer eigenen Wohnung. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Alb-Donau-Kreis mehr als 300 Personen jährlich Beratungen an. Gudrun Reuther vermutet, dass durch das neue Bundesteilhabegesetz in der Betreuung einiges in Bewegung kommt. „Die Grenzen zwischen ambulant und stationär sind nicht mehr so starr“, sagte sie gestern. „Dadurch können wir uns von dem Baukastenprinzip in der Betreuung verabschieden“. Die BruderhausDiakonie will zudem „weiße Felder“ ins Visier nehmen. Die Stadt Dietenheim sei bisher mit sozialpsychiatrischen Diensten unterversorgt.

Neben dem Wohnhaus in der Gruornerstraße besichtigte der Vorstand auch noch das Café Life im Bürgerhaus Oberschaffnei, in dem Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen angeboten werden. Ursula von Helldorff stellte das Mehrgenerationenhaus vor, das sich der Inklusion verschrieben hat.

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