Die Gemeinde Allmendingen hat sich mit der Donau-Iller-Bank geeinigt und wird deren Liegenschaft in Grötzingen größtenteils übernehmen. Das berichtete Bürgermeister Florian Teichmann am Samstagabend in der Hauptversammlung des Bergemer Heimatvereins im Kommunikationszentrum Farrenstall.

Die Bank-Geschäftsstelle bleibe aber im Besitz der Bank und werde weiter betrieben. „Nutzen Sie das Angebot“, empfahl Teichmann. „Dann tut man sich schwer, so etwas zu schließen.“ Für die Vereine, wie etwa den Heimatverein, die ihre Heime bereits in den Gebäuden haben, ändere sich durch die neuen Eigentumsverhältnisse nichts. Das Düngemittellager werde spätestens nach dem Sommer vollends geräumt. Die Boxen sollen vermietet werden, Dünger dürfe aber keiner mehr gelagert werden, sagte Teichmann.

Unerwartete Wasserschäden

In seinem Jahresrückblick berichtete Klaus Geprägs, der Vorsitzende des noch jungen Vereins, von den umfangreichen Renovierungsarbeiten am Westgiebel des Lagerhauses. Dort befindet sich das Vereinsheim. Durch unerwartete Wasserschäden im Untergrund waren erheblich mehr ehrenamtliche Arbeiten erforderlich als angenommen. Weitere Renovierungsarbeiten, wie der Einbau einer Toilette, sind geplant. Der Verein hat die Mosterei in den Gebäuden übernommen und sie im vergangenen Jahr bei der reichen Obsternte erstmals sehr erfolgreich betrieben.

Von einem alten, stillgelegten Bauernhof in der Nähe von Gammertingen habe man im Oktober einen ganzen Sattelzug mit alten landwirtschaftlichen Geräten abgeholt. Damit solle die Ausstellung im Museum erweitert werden. Der zweite Vorsitzende, Ralf Geprägs, las den Bericht der erkrankten Schriftführers Bernd Geprägs vor. Im Museum gebe es immer zu tun. Unter anderem müssten viele gespendete historische Fotos gesichtet werden.

Kassiererin Carolin Schrade berichtete für 2018 von 10 626 Euro Einnahmen und 7167 Euro Ausgaben. Die Hauptanteile stammen aus dem Betrieb der Mosterei. Der Gewinn daraus betrug 2656 Euro. Laut Schrade wurden 117 Rechnungen an Kunden erstellt und etwa 1200 Zentner Obst verarbeitet.

Jochen Schaude, Ortsvorsteher von Ennahofen, leitete die Entlastung, Bürgermeister Teichmann die Neuwahl. Einstimmig bestätigt wurden Klaus Geprägs als erster und Ralf Geprägs als zweiter Vorsitzender sowie Bernd Geprägs als Schriftführer. Carolin Schrade stellte sich nicht mehr als Kassiererin zur Wahl, zur Nachfolgerin wurde Susanne Schaude einstimmig gewählt. Die Kassenprüfer Karl-Heinz Späth und Patrick Mang wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt.

Beisitzer erhalten Verstärkung

Die Beisitzer des Vereins werden nicht gewählt, sondern vom Vorstand bestimmt. Die bisherigen Beisitzer Günter Mang, Gunda Staiger, Frieder Rapp und Hans Geprägs werden in Zukunft verstärkt durch Jochen Schaude aus Ennahofen und Siegfried Scherb aus Weilersteußlingen.

Der Heimatverein engagiere sich für alle Bergemer Gemeinden. Dies sagte der Vorsitzende im Hinblick auf die 750-Jahr-Feier von Ennahofen, die im Jahr 2027 ansteht.