Projekt Planung für Festival „Interim“ wird konkreter

Die Akteure können im Pfeifferhaus arbeiten und proben und in dessen Schaufenstern ihr Schaffen präsentieren.
Die Akteure können im Pfeifferhaus arbeiten und proben und in dessen Schaufenstern ihr Schaffen präsentieren. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 10.10.2018
Die Planung für das Festival „Interim“ kommt in Schwung. Mit dem Pfeifferhaus gibt es Raum zum Arbeiten und zum Proben.

Der zweite Besprechungstermin am Dienstagabend für das Festival „Interim“ im Bürgerhaus Oberschaffnei hat erneut Ideen für den darstellerischen Teil des Festivals gesammelt, das mit Musik, Fotografie, Ausstellungen und Theater vom 27. bis zum 30. Juni 2019 auf dem Volksfestplatz stattfinden wird. Andreas von Studnitz, der als Regisseur für eine Theater-Performance verantwortlich ist, erläuterte den sieben Anwesenden die Vorgehensweise in Vorbereitung auf das Fest, das vor allem lokale Akteure einbinden soll.

Auf dem Volksfestplatz wird eine Leinwand bespielt, die zwischen einer Baumgruppe am Radwanderweg aufgebaut wird. Das ist bisher so ziemlich die einzige Vorgabe. Andreas von Studnitz tendiert zu einem Figurentheater mit Figuren, die von Ehingern gebaut und möglicherweise auch geführt werden. Dazu hatte der Ulmer Ex-Theater-Intendant auch eine gute Nachricht. „Wir bekommen zum Bauen und Proben das Pfeiffer-Haus.“ Dort könne man die Dinge auch mal stehen lassen, um später weiterzubauen.

Thema Sagen und Mythen stößt auf Skepsis

Das Pfeifferhaus an der Hauptstraße hat in den vergangenen Jahren, während die Oberschaffnei umgebaut wurde, als Interims-Lösung für den Tafelladen gute Dienste geleistet. „Es eignet sich hervorragend auch für Schulklassen, Vereine oder Kindergartengruppen als Werkraum“, sagte Christian Greifendorf. Zudem könne man in den Schaufenstern präsentieren, was im Inneren entsteht.

Das Thema der Sagen und Mythen, das von Studnitz favorisiert, stößt weiter auf Skepsis. „Woher wissen Sie, dass die Leute dort oben Mythen interessieren?“, fragte Stadtrat Christian Walther (Junges Ehingen). Darin seien zentrale Themen wie Liebe, Glück, Angst und Tod verankert, antwortete von Studnitz. Auch dramaturgisch seien diese Sagen interessanter als „brave“ Begebenheiten.

Christian Walther sprach auch das Thema Flüchtlinge an. Es wäre unlauter, deutsche Personen syrische Flüchtlinge spielen zu lassen, gab der Regisseur zu bedenken. Aber wenn sich Flüchtlinge fänden, die sich einbringen wollen, „her damit“. Im Prinzip könnten alle möglichen Geschichten gespielt werden. „Wenn jemand unbedingt eine Geschichte spielen will und darum kämpft, ist das schon die halbe Miete und ein super Motor.“

Verschiedene Spielorte werden in Betracht gezogen

Christian Walther war auch unglücklich mit dem Spielort, der anscheinend so beschlossen wurde, dass nicht einmal mehr Kulturamtsleiterin Marion Greiner-Nitschke die Beschlussfindung aufdröseln konnte oder wollte. „Um wie viel schöner wäre es, wenn man dieses einmalige Erlebnis mitten in die Stadt an den Groggensee geholt hätte“, sagte Walther.

Es bestehe aber durchaus die Möglichkeit, den Groggensee und die bis dahin überplante Fläche vor dem Jugendhaus mit einzubeziehen, meinten die Organisatoren. Musikgruppen könnten dort spielen oder in einer Art Umzug zum Volksfestplatz ziehen. Ulrich Holtz , Vorsitzender der Ortsgruppe Ehingen des Schwäbischen Albvereins, brachte den Wolfertturm als Spielort oder Fläche für Projektionen ein. Der Albverein betreut den Turm, weshalb sogleich ein Besichtigungstermin beschlossen wurde.

Auch scheinen im Hintergrund bereits Treffen mit anderen Vereinen angebahnt worden zu sein. Mittlerweile sind alle Vereine, Gruppen und Schulen angeschrieben. Das „Panoptikum an Ideen“, das Christian Greifendorf vorschwebt, nimmt Gestalt an.

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