Schelklingen Hoffen auf gutes Ende

ANDREAS HACKER 18.06.2014
Mit Betroffenheit und Bangen um den 18-Jährigen reagierten viele Menschen in Schelklingen gestern auf die Nachricht vom Unfall am Montagabend.

Es war ein Unfall, der die Feuerwehr Schelklingen fast überfordert hat: Wie gestern schon kurz berichtet, ist am Montagabend ein 18-Jähriger mit seinem BMW auf der B 492 bei Schmiechen gegen einen Baum geprallt und lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann, der allein im Auto saß und ebenfalls der Feuerwehr Schelklingen angehört, musste vom Rüstzug der Feuerwehr Blaubeuren aus dem Fahrzeug geschnitten werden und wurde nach einer Erstversorgung durch den Notarzt am Unfallort mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Aus der Tatsache, dass der 18-Jährige ansprechbar war und wohl noch in der Nacht zu gestern operiert worden ist, schöpfen viele im Umkreis der Feuerwehr Schelklingen Hoffnung auf ein gutes Ende, nachdem der Unfall am Montag Erinnerungen an den schlimmen Unfall an Heiligabend im Jahr 2000 geweckt hat, bei dem auf der Kreisstraße zwischen Schelklingen und Justingen zwei junge Wehrmänner getötet worden waren.

Zur Unfallursache konnte die Polizei auch gestern keine Angaben machen. Am Montagabend hatten die Beamten nach ersten Untersuchungen am Unfallort überhöhte Geschwindigkeit ausgeschlossen.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Schelklingen und Schmiechen unter Leitung der Kommandanten Uli Raiber und Thomas Gaus sowie die Feuerwehr aus Blaubeuren, bei der Thomas Striebel die Personenrettung geleitet hat. Die war nach Angaben des Einsatzleiters vom Dienst kompliziert und langwierig, weil die Füße des Verunglückten eingeklemmt waren. Mit Spreizer, Rettungszylinder und Säbelsäge sei es dann gelungen, ihn frei zu bekommen.

Wegen des Unfalls war die B 492 von 21 bis gegen 24 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr örtlich um.