Obermarchtal Höhere Kosten als geplant: Ärger über Querungshilfe in Obermarchtal

Ein stationärer Blitzer soll für mehr Sicherheit sorgen
Ein stationärer Blitzer soll für mehr Sicherheit sorgen © Foto: HONORARFREI (14398430)
Obermarchtal / DORIS MOSER 15.05.2014
Sicherheit im Verkehr ist Thema in Obermarchtal. An der Straße nach Rechtenstein soll es eine Querungshilfe geben, an der B 311 vielleicht einen Blitzer.

Die Querungshilfe für Fußgänger an der Landstraße nach Rechtenstein im Bereich von Grundschule und Mehrzweckhalle kommt die Gemeinde teuer zu stehen. Ihr Anteil steigt von ursprünglich 85 000 auf 118 666 Euro; dies sorgte jetzt im Gemeinderat für ärgerliche Mienen und Proteste. Dennoch lasse sich an dieser Konstellation nichts ändern, erklärte Bürgermeister Anton Buck. Bauträger der Maßnahme, die neben der Querungshilfe auch die Anpassung im Einmündungsbereich der Abt-Walter-Straße und einen neuen Gehweg entlang des Grundstücks Kolpingstraße 14 umfasst, ist das Land, die Gemeinde ist nur mit im Boot, weil sie im Interesse der Sicherheit eine Querungshilfe für die vielen Kinder für notwendig hält. Insgesamt soll das Vorhaben 308 082 Euro kosten und der Auftrag ist vom Regierungspräsidium auch schon an die Firma Storz vergeben. Die Gemeinde sollte nun zustimmen, kann aber auch nicht aussteigen aus dem Projekt. Sonst berechnet die Baufirma den entgangenen Gewinn.

Gemeinderrat Anton Röller protestierte und verlangte, unter diesen Umständen auf die Querungshilfe zu verzichten und erneut einen Zebrastreifen als Überweg zu beantragen. Dieser war allerdings von den Behörden schon abgelehnt worden. Nach längerem Hin und Her billigte der Rat schließlich bei der Gegenstimme von Anton Röller die Mehrkosten, allerdings mit fast hörbarem Zähneknirschen.

In den Blick genommen hat die Straßenverkehrsbehörde auch den Bereich der B 311 an der Ortseinfahrt aus Richtung Ehingen, nachdem dort ein Geschäft eröffnet hat. Bei der Verkehrsschau zeigte sich, dass vor allem die Ausfahrt aus dem Parkplatz auf die B 311 sehr riskant ist, zumal dort vielfach zu schnell gefahren wird. Deshalb zieht das Landratsamt laut Bürgermeister Buck in diesem Bereich ein stationäres Blitzgerät in Erwägung, ferner soll ein Verkehrsspiegel für den Verkehr aus Richtung Ehingen für mehr Sicherheit sorgen.

Gemeinderat Anton Röller wandte sich entschieden gegen ein "Abzockgerät", der Verkehr lasse sich auch anders verlangsamen. Die Gemeinde soll eine mobile Geschwindigkeitsanzeige beantragen, die dann auch an anderen Straßen platziert werden könnte. In der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat über dieses Thema beraten.