Bauarbeiten Hochwasserschutz an der Schmiech: Neue Brücke fast fertig

Neubau zur Murrengasse: Die neue Brücke ist Voraussetzung für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen an der Schmiech. Geplant ist, dass der Fluss auf der rechten Seite mit Beton zurückgehalten wird.
Neubau zur Murrengasse: Die neue Brücke ist Voraussetzung für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen an der Schmiech. Geplant ist, dass der Fluss auf der rechten Seite mit Beton zurückgehalten wird. © Foto: Andreas Hacker
Ehingen / JULIA DERESKO 16.06.2014
Die neue Brücke über die Schmiech ist fast fertig. Auch beim Ausbau des Hochwasserschutzes an dem Donauzufluss liegt die Stadt gut in der Zeit. Weitere Arbeiten sollen ausgeschrieben werden.

Der Bau der neuen Brücke über die Schmiech kommt voran. Inzwischen ist die Brücke zu 70 bis 80 Prozent fertig, wie Rolf Schmid vom Tiefbauamt in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik des Gemeinderats berichtete. Mitte Juli sollen die Arbeiten dann wie geplant abgeschlossen sein, teilt Petra Schauber, Sprecherin der Stadt, mit. Eine Einweihung des Bauwerks sei bisher allerdings noch nicht geplant, "da im Anschluss an die Brückenbauarbeiten mit der Herstellung der Straße bis zur Brücke begonnen werden soll", wie Schauber weiter informiert.

Der Spatenstich für die Brücke, die vom Narrenstadel über die Schmiech bis zur Murrengasse führt, war am 21. März. Weil der Baugrund nicht tragfähig ist, wurde die Brücke auf Bohrpfähle gegründet. Beim Bau stehe die Stadt unter einem gewissen Zeitdruck, hatte Rolf Schmid zuvor im Gemeinderat berichtet. Denn nach der wasserrechtlichen Genehmigung darf in diesem Jahr nur für begrenzte Zeit direkt am Wasser gearbeitet werden (wir berichteten). Da es sich am Fluss um ein schützenswertes so genanntes FFH-Gebiet handelt und die Fischschonzeit berücksichtigt werden muss, können bestimmte Arbeiten nur im Juli, August und September ausgeführt werden.

Nächste Etappe wird der Ausbau des Hochwasserschutzes sein. Und auch in diesem Bereich liege man gut in der Zeit: "Wir befinden uns mit den Hochwasserschutzmaßnahmen an der Schmiech im Zeitplan, Mit den Bauarbeiten kann in der ersten Juliwoche begonnen werden", bestätigt Petra Schauber. In dem Abschnitt, der den Bereich Kreuzung Schmiech/Bundesstraße 465 bis zur Wiesmühle beinhaltet, sollen Erddämme und Stützwände erstellt werden. "Dieser erste Abschnitt umfasst eine Länge von zirka 550 Metern", teilt Petra Schauber mit. Außerdem ist vorgesehen, im Bereich der Firma Sappi das Bett der Schmiech zu verbreitern beziehungsweise zu verlegen. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hatte in seiner jüngsten Sitzung hierfür Arbeiten in Höhe von gut 435.000 Euro an die Firma Schwall aus Laupheim vergeben.

Wie Schmid in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik weiter sagte, sollen die Arbeiten, welche den Abschnitt auf Höhe des früheren Schlecker-Möbelmarktes betreffen, demnächst ausgeschrieben werden. Geplant ist, dass der Fluss auf der rechten Seite mit Beton zurückgehalten wird. "Auf der linken Seite lassen wir die Schmiech ausufern." Dort habe die Stadt Grund gekauft, der im Fall einer Überschwemmung Platz für das austretende Wasser bietet.

Der Bau der Brücke ist damit der Auftakt für ein Millionenprojekt zum Schutz vor dem Hochwasser der Schmiech. Insgesamt sind für die Baumaßnahmen drei Millionen Euro veranschlagt. 1,5 Millionen gibt dabei das Land, wie Oberbürgermeister Alexander Baumann beim Spatenstich mitgeteilt hatte. Die Kosten für den Neubau der Brücke sind mit zirka 350.000 Euro beziffert worden. "Es gibt bislang keine Abweichung von der beauftragten Vergabesumme, wir liegen im Kostenrahmen", heißt es dazu seitens der Stadt.

Die Brücke wird ein Gewicht von 40 Tonnen tragen können, die Fahrbahn soll 5,50 Meter breit sein. Den Auftrag für den Bau der Brücke hatte die Firma Hämmerle aus Oggelshausen erhalten.

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