Museum Historisches und Aktuelles der Ehinger Fasnet

Die Ehinger Fasnet ist nun auch im Museum zu finden. Am Samstag wurde die Dauerausstellung eröffnet.
Die Ehinger Fasnet ist nun auch im Museum zu finden. Am Samstag wurde die Dauerausstellung eröffnet. © Foto: Emmenlauer
Renate Emmenlauer 08.01.2018
Mit „Kügele hoi“ hat Oberbürgermeister Alexander Baumann die neue Fasnetsausstellung im Ehinger Museum eröffnet. Ein ganz besonderes Kleinod und ein schöner Farbtupfer im ersten Dachgeschoss.

Das Erdgeschoss des Ehinger Museums drohte bei der Eröffnung der Dauerausstellung zur Ehinger Fasnet der Narrenzunft „Spitzenmuck“ am Dreikönigstag gar aus den Nähten zu platzen. „Schöner kann eine neue Fasnetsaison nicht beginnen. Heute sind schon alle in richtiger Fasnetsstimmung“, schwärmte Oberbürgermeister Alexander Baumann bei der Begrüßung. „Es heißt ja, was lange währt, wird endlich gut. Und gut vorbereitet hält auch lange“, meinte er schmunzelnd zur längeren Dauer von der Idee bis zur Realisierung. Die Ehinger Fasnet und ihre Geschichte wie auch ihre Verwurzelung habe schon lange ihren Platz in der Stadt gefunden, in den Herzen der Bürger. „Und jetzt ist sie auch im Museum präsent.“ Der Oberbürgermeister bedankte sich bei Arthur Fuchs als „Macher“ der Ausstellung, ebenso bei dessen engagierten Mitstreitern, nicht zuletzt auch bei der Museumsgesellschaft mit Franz Romer an der Spitze und bei Stadtarchivar Dr. Ludwig Ohngemach.

Narrenzunft-Chef Peter Kienle strahlte: „Ich bin platt angesichts der riesigen Resonanz heute. So früh im Jahr habe ich meinen Narrenrat-Frack noch nie angezogen und auch noch nie so viele Hästräger aus unserer Zunft gesehen.“ Dann stellte er die Frage: „Wann wird man üblicherweise im Museum verewigt?“ Und gab die Antwort selbst: „Wenn man Historisches geleistet hat, große Geschichte geschrieben hat oder tot ist.“ Da die Ehinger Fasnet quicklebendig sei, sei der Ritterschlag wohl auf die beiden ersten Kriterien zurückzuführen.

Anfangs habe man mal im Blick gehabt, mit der Fasnets-Ausstellung in den Pfisterturm einzuziehen. „Aber hier im ersten Dachgeschoss unseren liebenswerten Museums sind wir jetzt gut aufgehoben“, meinte er sichtlich zufrieden. Die Ausstellung verbinde Historisches mit Modernem, kündigte Peter Kienle an und übergab das Wort an Arthur Fuchs, dem Verantwortlichen und Schaffer der neuen Fasnetsecke im Museum. Der wiederum zählte ein gutes Dutzend unentbehrliche Helfer auf, die allesamt mit Rat und Tat sowie mit viel Arbeitsschweiß zur Seite gestanden waren.

Anhand einer Bildpräsentation und Informationen lieferte der Narrenrat Details zur Gestaltung der Ausstellung. Nach seinen Ausführungen seien alle Figuren der Narrenzunft „Spritzenmuck“ präsent. Ein Büttel weise den Weg, die andere Außenseite der Ausstellung ziere eine lebensgroße Figur der Matekapelle. Dargestellt sei der Löschangriff der Muckenspritzer an der Liebfrauenkirche. Den Mittelpunkt bilde die Szenerie am Groggensee und die Machtübernahme im Rathaus. Zudem habe man einen Umzug in Miniaturformat aufgebaut. Das historische Gegenstück zur aktuellen Fasnet sei noch im Aufbauprozess. Neugierig stürmten die ersten Besucher die Treppen hinauf, um die Dauerausstellung der Ehinger Fasnet eingehend zu inspizieren.

Info Am Samstag, 20. Januar, von 14 bis 16 Uhr findet das Fasnetsbasteln für Kinder von sechs bis zwölf Jahren im Ehinger Museum statt.