Sozial Hilfe aus Ehingen im Kongo wirkt

Bruder Friedhelm bei einer Visite in der Kinderstation des Krankenhauses in Vanga im Kongo.  Foto: Arzneibrücke Ehingen-Kinshasa
Bruder Friedhelm bei einer Visite in der Kinderstation des Krankenhauses in Vanga im Kongo. Foto: Arzneibrücke Ehingen-Kinshasa © Foto: Arzneibrücke
Ehingen / Andreas Hacker 27.12.2016

Ein offenes Auge für Armut und Leiden haben will die Arzneibrücke Ehingen- Kinshasa, die als ökumenisches Hilfswerk der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Ehingen seit mehr als 35 Jahren existiert und aktuell zwei Projekte im Kongo betreut: katholische Schwestern, die in Kinsenso eine Poliklinik leiten, und evangelische Christusträger, die in Vanga in einem Hospital arbeiten. Jetzt liegt für das zu Ende gehende Jahr 2016  der Freundesbrief von Bruder Friedhelm aus Vanga vor, einem der Ärzte der Christusträger Bruderschaft, mit dem das Leitungsteam der Arzneibrücke um Jürgen Abele, Dr. Norbert Balk, Ludwig Mang und Dr. Rüdiger Rombach in enger Verbindung stehen.

Dr. Friedhelm Förster, wie Bruder Friedhelm mit vollständigem Namen heißt, war zuletzt im Sommer 2014 in Ehingen und hat hier über das Buschkrankenhaus berichtet, zu dem Patienten aus einem Umkreis von 400 km kommen. Manche nehmen es in Kauf, dass sie mehrere Tage zu Fuß unterwegs sind, berichtet Jürgen Abele: „Die Ärzte sind bemüht, möglichst allen Leuten zu helfen. Jedoch gibt es teilweise Engpässe bei Betten, Medizin und sonstiger Versorgung, so dass Patienten ohne Hilfe und Medikamente wieder gehen müssen. Es kommt auch  vor, dass ein Patient auf dem Rückweg stirbt.“ Für die Unterhaltung des Krankenhauses sind nach Angaben Abeles mehrere hunderttausend Euro jährlich nötig. Die Arzneibrücke, die dieses Projekt seit ihrer Gründung 1980 unterstützt, leiste dafür einen wichtigen Beitrag: „Bruder Friedhelm meldet sich regelmäßig bei uns, informiert uns über die Patienten und fragt somit um Geldspenden an. Bruder Friedhelm erfährt von uns die Höhe der Spendensumme und  beschafft die Medikamente. Wir erhalten von ihm den Lieferschein und die Rechnung, die dann von uns beglichen wird.“

In den vergangenen Jahren ist Insulin ein Schwerpunkt bei der Medikamentenbeschaffung geworden, informiert Abele. Die steigende Zahl der Patienten habe auch mit der einseitigen Ernährung im Kongo zu tun. Über Diabetes als zweitgrößtes Problem nach Aids hatte Bruder Friedhelm, der seit 1995 in Vanga arbeitet, auch im Sommer 2014 im evangelischen Jugendheim berichtet. Rund 44 000 Euro braucht das Hospital jährlich, um alle seine Patienten mit Insulin zu versorgen. Dazu kommen Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken, Malaria sowie die Tollwut. „Es gehört zu dem Schlimmsten zu erleben, wie ein Kind an Tollwut stirbt“, sagte er damals. Auch jetzt berichtet er fürs Jahr 2016 über „Kämpfe zwischen Tod und Leben“ und schildert, wie aufwendig es ist, in Umständen wie in Vanga Kinderleben wie das der kleinen Julia zu retten. Und wie traurig es macht, wenn es wie im Fall des drei Wochen alten Babys Nana nicht gelingt.

„Vanga geht gerade durch eine schwierige Zeit des Umbruchs“, schreibt Bruder Friedhelm zum Jahreswechsel und fügt hinzu: „Für uns eine sehr spannungsreicge Zeit, in der wir hoffen und beten, dass Vanga als Ort des Lebens und des Segens erhalten bleibt.“

Die Ärzte, Krankenschwestern und Patienten seinen unendlich dankbar für die Unterstützung der Arzneibrücke aus Ehingen, erklärt Jürgen Abele. „Die Begeisterung, mit der uns Bruder Friedhelm über seine Arbeit berichtet, motiviert uns, weiter zu machen und Spenden zu sammeln.“

Arzneibrücke auf Spenden angewiesen

Hilfe „Ohne unsere Spender könnten wir vom Team der Arzneibrücke nichts bewirken“, schreibt Jürgen Abele und bedankt sich bei allen, die das ökumenische Hilfswerk mit Geld unterstützten. Dafür gibt es Spendenkonten bei
Sparkasse Ehingen
IBAN DE55 6305 0000 0009 3151 50

Donau-Iller Bank
IBAN DE12 6309 1010 0612 0120 00

Raiffeisenbank Ehingen
IBAN DE96 6006 9346 0550 9990 00

Online www.arzneibruecke.de

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel