Wer gerade viel Zeit, eine Nähmaschine und Stoffreste hat, der könnte mit dem Nähen von Masken beginnen. Gut geeignet für die Gesichtsmaske ist ein Baumwollstoff, den man bei 60 Grad waschen kann. Die Lokale Agenda Ehingen hat eine Sammelstelle eingerichtet, wo man gewaschene Baumwollstoffe abgeben oder sich selbst bedienen kann. Eine Anleitung wird dort auch zu finden sein. Dafür stellen zwei Apotheken Platz zur Verfügung: Die Lindenapotheke und die Vitalis-Apotheke im Alb-Donau-Center.

Risikogruppen schützen

Anne Hagenmeyer näht seit ein paar Tagen Gesichtsmasken für die betagten Menschen, die in Altersheimen leben. Doch noch wichtiger wäre es, auch als junger Mensch eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen, um ein Zeichen zu setzen. „Damit schützen wir unsere Risikogruppen“, meint der Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“.

Ein Zeichen setzen

OP-Masken seien dafür gemacht, dass der Operateur den Patienten schützt. Dem Träger selbst bieten sie nur unzureichenden Schutz, wenn er mit einer infizierten Person in Kontakt kommt. Hingegen, meint Drosten, könne man andere schützen, sie mit den eigenen Viren anzustecken und so zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus’ beitragen. „Deswegen muss die Maske an der Quelle sein und nicht am Empfänger“, sagt Drosten. „Wer eine Maske trägt, setzt quasi ein visuelles Zeichen – er erinnert andere daran, sich zu schützen und zeigt, dass er sich auch selbst in Acht nimmt.“ Das könnte vor allem jüngere Menschen zu mehr Vorsicht mahnen.

Gerade hat vielerorts das „große Nähen“ angefangen, an dem sich viele große Textilhersteller von „Trigema“ über „Mey-Wäsche“ bis zu H & M beteiligen.