Rückblick Heiligenfiguren räumen das Feld

Vor 25 Jahren: Die St.-Gangulf-Kirche in Heufelden wird für die Renovierung ausgeräumt.
Vor 25 Jahren: Die St.-Gangulf-Kirche in Heufelden wird für die Renovierung ausgeräumt. © Foto: Archiv / Josef Haible
Ehingen / Julia Deresko 16.08.2018

Vor 25 Jahren

Die Renovierung der Heufeldener Kirche ging im August 1993 in die entscheidende Phase. „Heiligenfiguren räumen für die Handwerker das Feld“, hieß es in der Zeitung. Freiwillige Helfer und ein Mitarbeiter des Restaurators Heinrich J. Wawryk montierten die Heiligenfiguren ab. Diese sollten in der Werkstätte in Stetten zunächst auf Holzwurmbefall behandelt und dann größtenteils neu gefasst werden. Die Figuren stammen zum Teil aus dem 18. Jahrhundert. Mit ihrem Entfernen war die Kirche komplett leer geräumt. Zuvor wurden bereits die Kirchenbänke ausgeräumt. Auch der  Putz an der Innenseite der Umfassungsmauern musste abgeschlagen werden, um die Grundmauern trocken zu legen. Im Zuge der Renovierung sollte auch die Empore vergrößert werden. Geplant war nämlich die Anschaffung einer neuen Orgel, die dort Platz finden sollte. Zudem sollte der Chorraum neu gestaltet werden und auch die Außenfassade einen neuen Anstrich bekommen.

 Die Sportfreunde Kirchen haben sich zu ihrem 40. Geburtstag selber das schönste Geschenk bereitet, wie zu lesen war. Die Erweiterung des Sportheims wurde beendet und mit einer dreitägigen Feier „das beispielhafte Vereinshaus eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben“. Weil eine Erweiterung nach oben nicht möglich war, musste gebuddelt werden: Das Kellergeschoss wurde verfünffacht. Von den 1700 Kubikmetern umbauten Raums befanden sich nun 700 unter der Erde. Dieser Kraftakt wäre ohne finanzielle Unterstützung des Württembergischen Landessportbundes, der Förderung der Stadt Ehingen sowie enormer Eigenleistungen der Vereinsmitglieder nicht möglich gewesen.

Vor 50 Jahren

Die Renovierung des Emerkinger Wahrzeichens ging vor 50 Jahren gut voran. Der Römerturm bekam unter anderem einen neuen Dachstuhl aufgesetzt, die Außenfassade des Turms wurde neu ausgefugt und im Turm neue Fenster eingesetzt. Insgesamt wurden 45 000 Mark in die Renovierung investiert. Bis Ende August 1968 sollten die Gerüste fallen und das Bauwerk erneut in neuem Glanz erstrahlen.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Natur Bemerkenswertes ging Fischern vor der Küste Japans ins Netz. Im August 1968 wurde ein 90 Kilo schwerer Fisch an der Pazifikküste von Tokio vor Kap Inubo gefangen. Weil der zwei Meter lange Fisch – er gehörte einer bislang unbekannten Tiefsee-Fischart an – Wissenschaftlern Rätsel aufgab, wurde diese nicht verarbeitet, sondern eingefroren. Er sollte von Meeresbiologen klassifiziert und auch darauf untersucht werden, ob er essbar ist.  „Der Fisch hat einen flachen Rundkopf, kerbige Wirbel, die bis zum buntgefleckten Schwanz führen. Vom Rücken gehen zwei sägeähnliche Flossen aus“, wie zu lesen war. jad

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