Rettungskräfte Hauptübung der Feuerwehr zieht viele Schaulustige an

Übung auf dem Schulhof in Munderkingen: Die Höhe des Lastwagens erschwerte die Personenrettung.
Übung auf dem Schulhof in Munderkingen: Die Höhe des Lastwagens erschwerte die Personenrettung. © Foto: Maria Bloching
Munderkingen / Maria Bloching 15.10.2018

„Es hat alles einwandfrei geklappt“, freute sich Kommandant Joachim Enderle im Anschluss an die Hauptübung, die anders als in den Jahren zuvor nicht in den Abendstunden in der Stadtmitte, sondern am Samstagnachmittag auf dem Schulhof stattfand. So konnten auch sehr viele Kinder diesen spannenden Vorgang miterleben.

Simuliert wurde – in Anlehnung an die Nähe zur B 311 – ein Verkehrsunfall, bei dem ein Lastwagen mit einem Auto kollidiert ist. Der Laster war mit einem Fass beladen, aus dem Flüssigkeit trat. Die rund 30 Einsatzkräfte mussten also von einem schweren Fall ausgehen, insbesondere, weil in beiden Fahrzeugen je eine Person eingeklemmt war, und sich die Rettung schwierig gestaltete.

Zuerst traf das Hilfeleistungslöschfahrzeug mit neun Mann ein. Zwei Feuerwehrleute in Schutzanzügen erkundeten die Einsatzstelle, erst dann rückte die weitere Wehr mit Rüstwagen, Kommandowagen, Löschfahrzeug und Mannschaftstransportwagen an.

Mit großen Rettungsscheren rückten sie parallel dem Laster wie auch dem Auto zu Leibe, denn an erster Stelle steht bei jedem Einsatz die Menschenrettung.

Nachwuchs wird gesucht

Einsatzleiter Christian Knupfer wie auch Kommandant Joachim Enderle zogen ein positives Resümee. Auch Bürgermeister Dr. Michael Lohner war unter den Zuschauern und zeigte sich beeindruckt von den Darbietungen: „Die Aufgaben unserer Feuerwehr sind sehr vielfältig und der Teufel steckt oft im Detail. Wir können stolz auf unsere Mannschaft sein und ihr für die stetige Einsatzbereitschaft danken“. Klar sei, dass die Anforderungen an und die Investitionen in die Feuerwehr immer sehr hoch sein werden, sagte Lohner „Man ist nie fertig, denn die Entwicklung schreitet stetig voran“. Der Feuerwehrbedarfsplan habe dies ans Licht gebracht und deutlich gemacht, dass das Feuerwehrhaus viel zu klein und sanierungsbedürftig sei. „Deshalb steigen wir jetzt in die energetische Sanierung ein, dann nehmen wir uns die Erweiterung vor.“

Gezeigt hat der Feuerwehrbedarfsplan außerdem, dass die Truppenstärke zu gering ist. Bei damals 53 Feuerwehrangehörigen fehlten zehn. Aktuell gehören 58 Kameraden der Feuerwehr Munderkingen an, es fehlen also immer noch mindestens fünf. Grund genug für den Bürgermeister, Werbung in eigener Sache zu machen. Er lud Kinder zwischen sechs und zehn Jahren für Übungen am Freitag um 17 Uhr und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren für Freitag ab 18 Uhr ein. Die aktive Wehr trifft sich jeden Montag um 19.30 Uhr. „Tagesverfügbarkeit ist wichtig“, machte Lohner deutlich.

In diesem Jahr bislang 86 Einsätze

Bilanz Wie arbeitsintensiv das Engagement der Feuerwehr Munderkingen ist, macht sich an Zahlen fest: 2017 rückte die Mannschaft zu 95 Einsätzen aus, in diesem Jahr waren es bisher 86, davon 34 Brandeinsätze. Unter anderem auch ein Einsatz in der Schule, bei dem der Brand rechtzeitig vom Hausmeister erkannt wurde. blo

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