Kandidatur Hans-Peter Ellers Wahlkampf mit schwäbischer Tugend

Hans-Peter Eller bewirbt sich in Obermarchtal.
Hans-Peter Eller bewirbt sich in Obermarchtal. © Foto: Raidt
Von Bernhard Raidt 13.01.2018
Hans-Peter Eller bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Obermarchtal. Der 39-Jährige wohnt in Datthausen und ist seit rund vier Jahren Gemeinderat.

Hans-Peter Eller bewirbt sich in um das Amt des Bürgermeisters von Obermarchtal. Eller ist vielen in der Gemeinde gut bekannt. Er wohnt im Teilort Datthausen mit seiner Frau und seinen drei Kindern. Seit vier Jahren gehört Eller außerdem dem Gemeinderat von Obermarchtal an. Dadurch sei er vertraut mit den Aufgaben, die für Obermarchtal wichtig seien, sagt er im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE. Eine Herausforderung sei etwa die Breitbandversorgung, damit alle in der Gemeinde schnelles Internet nutzen können. In Datthausen hat er als Vorsitzender des Nahwärme-Verbandes mit dafür gesorgt, dass neben den Wärmeleitungen  auch Leerrohre für Datenkabel mit verlegt werden. „Jetzt fehlt noch der Versorger“, sagt Eller.

Erfahrung gesammelt

Beruflich habe er viel Verwaltungserfahrung gesammelt, sagt der 39-Jährige. Er arbeitet beim Landratsamt in Sigmaringen und ist dort für Pflanzenbau zuständig. Stellungnahmen im Bereich Agrarstruktur gehören dort zu seinen Aufgaben. Studiert hat Eller Landwirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen, er hat dort seinen Diplom-Ingenieur erworben. Zugleich war er Studentensprecher. An das Landratsamt kam er durch eine Zusatzausbildung für den gehobenenen landwirtschaftlichen Dienst. Zuvor hat er jahrelang beim Maschinenring Biberach-Ehingen gearbeitet und war unter anderem für die Organisation des Winterdienstes und die Landschaftspflege zuständig. Eller bewirtschaftet auch im Nebenerwerb den Hof seiner Eltern in Datthausen. Er singt im Kirchenchor und ist Blutspender – „das ist mir wichtig“, betont er.

Als Bürgermeister sei es für ihn zunächst von Bedeutung, den guten Zustand der Gemeinde zu erhalten, sagt Eller. Die Ideen der Bürger sollen gehört und umgesetzt werden. Eller will in den nächsten Wochen in den Haushalten vorbeischauen und mit den Bürgern darüber reden. Ingesamt setze er auf „schwäbische Tugenden“, sagt Eller. Die Seniorenbetreuung im Ort sei etwa ein wichtiger Schwerpunkt. Man müsse gut alt werden können in der Gemeinde, dafür müssten Betreuungsangebote geschaffen werden.

Bei der Ausweisung von Baugebieten müsse ein verantwortungsvoller Umgang mit dem knappen Gut Boden gepflegt werden. Eller möchte, dass ein neues Baugebiet einen guten Anschluss an den Dorfkern hat. Dabei sei die innerörtliche Verdichtung ein wichtiges Thema – damit der Ortskern nicht ausstirbt, während die Dorf­entwicklung weitab davon weitergeht, sagt der Kandidat. Bei der Renaturierung des Marchbachs sei es wichtig, für die Betroffenen des Motorradclubs vernünftige Lösungen zu finden.

Info Hans-Peter Eller stellt sich am Mittwoch, 21. Februar, 20 Uhr, im „Kreuz“ in Obermarchtal und am Mittwoch, 28. Februar, 20 Uhr, im Musikerheim in Reutlingendorf den Bürgern vor. Statt auf einer Internet-Seite will sich Eller lieber persönlich den Bürgern vorstellen. Gewählt wird am 25. März.