Vom Nachmittag bis zum späten Abend war am Samstag der Kirchplatz beim 13. Adventsbasar in Oberdischingen bevölkert. Mit jeder Stunde kamen mehr Besucher. „Mit dieser schönen Tradition wollen wir als Sportverein einen Beitrag zum aktiven Dorfleben beisteuern und auf die Vorweihnachtszeit einstimmen“, sagte Nils Koch. Der SV-Vorsitzende nannte noch einen weiteren Grund für den alljährlich organisierten Basar. „Mit dem Erlös aus der Bewirtung finanzieren wir den kostenintensiven Vereinsbetrieb mit.“

Und nicht nur der SV Oberdischingen profitierte wieder von dem weihnachtlich geschmückten Budendorf. Rosa Sommer sowie Annie und Andrea Oswald von der katholischen Kirchengemeinde boten feine Leckereien feil, die das fleißige Trio übers Jahr hergestellt hat: Mehr als 1000 Gläser Marmelade in verschiedenen Variationen, Springerle, Apfelbrot, Elisenlebkuchen, Konfekt aus Quitten und Hagebutten, Cranberry- und Aprikosenriegel, Backspätzle, Grießknödel, Chilliöl, verlockende Liköre oder auch Topflappen und mehr. Erneut fließen die Einnahmen in die örtliche Dreifaltigkeitskapelle.

Als Magnet erwiesen sich erneut die dekorativ in mehr als 200 Tütchen verpackten Schoko-Crossies und Pralinen, die Eltern des örtlichen Kindergartens St. Martin in zahlreichen Stunden kredenzt hatten. Mit dem Geld sollen mehrere Spielsachen angeschafft werden.

Auf dem weitläufigen Kirchplatz präsentierten neben Vereinen und Institutionen auch einige Privatpersonen ein breit gefächertes Angebot aus Holzkunst, vorweihnachtlichen Basteleien, Stoffen, Hüten, Socken, Mützen, Schmuck, Honig und vielem anderen. Besondere Blickpunkte in dem bunten Trubel lieferten der riesige beleuchtete Christbaum und wie jedes Jahr die lebendige Krippe. Die Miniband des Musikvereins steuerte nach Einbruch der Dunkelheit schwungvolle Klänge bei. Höhepunkt für die Sprösslinge war eindeutig der Besuch des Nikolauses samt Knecht Ruprecht. Aus einem prall gefüllten Sack verteilten die beiden großzügig Geschenke an die Jungen und Mädchen. So war es ein wohltuendes adventliches Miteinander. Renate Emmenlauer