Natur Sturm hat Spuren hinterlassen

Revierförster Hubert Gobs zeigt beim „Grünen Tisch“ einen vom Eschentriebsterben befallenen Baum.
Revierförster Hubert Gobs zeigt beim „Grünen Tisch“ einen vom Eschentriebsterben befallenen Baum. © Foto: Rainer Schäffold
Ehingen / Rainer Schäffold 12.07.2018
Der Sturm am 11. Juni hat im Wald Spuren hinterlassen, wie der „Grüne Tisch“ in Ehingen zeigte.

Der Sturm am Abend des 11. Juni, einem Montag, hat Spuren hinterlassen. Auch im Waldstück zwischen Berufsschulzentrum und Wohngebiet Büchele. Dies demonstrierte Hubert Gobs, seit 1. März 2017 zuständiger Revierförster, beim „Grünen Tisch“. Zum 20. Mal trat dieser am Mittwochabend zusammen, erklärte Stadtbaumeister Andreas Erwerle bei der Begrüßung.

Gobs zeigte, welche Bäume deswegen gefällt werden müssen. Michael Heim vom Umweltamt der Stadt wies auf weitere Bäume hin, die am Wegesrand unterhalb des Waldes zur Kleingartenanlage hin stehen. Der Sturm hatte Äste abgebrochen, bei einer Platane fehlte der ganze Wipfel, wie Heim sagte. Die beschädigten Bäume würden gefällt und ersetzt, sagte Heim.

Viele Schüler im Wald

Andere Bäume leiden unter dem Brandkrustenpilz – und, weit verbreitet, unter dem Eschentrieb­sterben, einer aus Asien eingeschleppten Pilzerkrankung. Gobs zeigte auch hier Beispiele. Jährlich untersuche der Revierförster die Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht auf ihre Standfestigkeit, vor allem auch wegen der Nähe des Waldes zur Berufsschule. Viele Schüler suchten den Wald auf. Zwei Buchen werde man in diesem Jahr im 1,7 Hektar großen Waldstück beim Büchele noch fällen müssen.

Ob Totholz auch liegen bleibe, fragte Annette Schellenberg, Vertreterin des BUND Ehingen. Denn dieses sei wertvoll hinsichtlich Ökologie und Artenvielfalt. Manches bleibe liegen oder stehen, antwortete der Förster, doch oftmals nehmen die Käufer von Reisteilen das Totholz auch mit.

Eine Anwohnerin erkundigte sich nach einer Esche, die nahe an ihrem Grundstück steht, sie habe Bedenken wegen deren Sicherheit. „Der Baum stört nicht“, sagte Hubert Gobs, „er ist gesund.“ Im nächsten Jahr jedoch könne dies möglicherweise anders sein. Michael Heim mahnte die Anleger, keine Ablagerungen wie Grasschnitt oder ähnliches im Wald zu hinterlassen. Darauf wünschte sich ein weiterer Anlieger, dass die Stadt auch den Bewuchs entlang der privaten Grundstücke mähen möge. Er nehme diese Anregung mit, erklärte Heim.

Ein Bekenntnis pro Wald gaben zum Schluss sowohl Förster Gobs als auch Stadtbaumeister Erwerle: „Der Wald wird nicht plattgemacht“, sagte Erwerle. „Wir wollen“, bestätigte der Förster, „dass der Wald dauerhaft erhalten bleibt.“

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