Fasnet Großes Narrentreffen in Lauterach

Zunftmeister Reinhard Eppensteiner mit Masken der Schnegga und Bära freut sich aufs Remmidemmi  und zum großen Narrentreffen.
Zunftmeister Reinhard Eppensteiner mit Masken der Schnegga und Bära freut sich aufs Remmidemmi und zum großen Narrentreffen. © Foto: Doris Moser
DORIS MOSER 08.01.2015
Zu seinem 20-jährigen Bestehen richtet der Fasnetsverein Lauterach heuer ein großes Narrentreffen mit etwa 3500 Hästrägern aus. Zuerst wird aber die Fasnet nach bewährter Manier ausgegraben.

Kaum sind Weihnachten, Silvester und das Dreikönigsfest vorbei, geht es in Lauterach auch schon mächtig los in Sachen Fasnet. Sie steht dieses Jahr ganz im Zeichen des großen Narrentreffens am Sonntag, 18. Januar, das der Fasnetsverein Lauterach zu seinem 20-jährigen Bestehen ausrichten wird. Dazu werden 68 närrische Gruppen mit rund 3500 Masken- und Hästrägern erwartet, die kleine Gemeinde mit ihren knapp 800 Einwohnern wird also einen mächtigen Ansturm erleben.

Damit es richtig rund gehen kann, muss zuvor die Fasnet ausgegraben werden. Dies geschieht neun Tage zuvor, am Freitag, 9. Januar, mit der bekannten Zeremonie. Um 17 Uhr wird beim Gasthaus "Krone" die Fasnet ausgeschellt, um 19 Uhr folgt die Ausgrabung bei der Lautertalhalle. Die Schnegga und Wolfstalbären sind dann voll in ihrem Element. Sie ziehen ausgelassen durchs Dorf zur Lauterbrücke, um dort vier junge Schnegga und vier Bären in den Verein aufzunehmen. Die Neuen werden mit zu dieser Jahreszeit eisigem Lauterwasser getauft. Mit närrischem Brimborium geht es zurück zum Rathaus, wo Bürgermeister Bernhard Ritzler für die Zeit bis zum Aschermittwoch seines Amtes enthoben wird. Die Narren übernehmen das Regiment im Dorf und lassen es gleich nach der Ausgrabung in und rund um die Lautertalhalle richtig krachen.

Seit der Gründung des Fasnetvereins in Lauterach ist die Narrenschar stetig gewachsen, und zwar innerhalb der 20 Jahre von 120 auf nun 210 Mitglieder, und etwa 120 davon steigen zur Fasnet ins Häs. Dies zeigt die Bedeutung der Fasnet in Lauterach.

Kleine Umzüge mit Ziegenwagen und Straßengaudi gab es schon 1974, 15 Jahre später formierten sich die Bären und Schnegga als zunächst separate kleine Gruppen. Sie fanden 1994 zum Fasnetsverein Lauterach zusammen, der ab 1995 gemeinsame Sache machte und nun bald seinen 20. "Geburtstag" feiern wird. Die närrischen Festvorbereitungen laufen seit vielen Monaten und gehen nun in die heiße Phase. Dabei findet der Fasnetsverein im Dorf breite Unterstützung, wie der Vorsitzende, Reinhard Eppensteiner, hervorhebt.

Mit dem Narrentreffen ist die Lauteracher Fasnet aber nicht vorbei. Am Samstag, 7. Februar, steigt von 19.15 Uhr an in der Lautertalhalle der Ball der Vereine, und am Sonntag, 15. Februar, wird um 10 Uhr in der Kirche in Neuburg eine Narrenmesse mit Diakon Johannes Hänn gefeiert.

Der Hausumzug am Fasnetsdienstag fällt dieses Jahr flach, weil es ja beim Narrentreffen mächtig rund gehen wird. Stattdessen besuchen die Lauteracher an diesem Tag die närrischen Freunde in Hayingen und springen beim dortigen Umzug mit.