Emerkingen Große Partystimmung beim Konzert

Emerkingen / DORIS MOSER CHRISTINA KIRSCH 30.05.2016
Mit 1300 Besuchern erlebten die Musikertage in Emerkingen gestern Mittag einen Ansturm. Ein voller Erfolg war auch das Konzert mit Markus Wolfahrt.

"Geile Typen braucht das Land", rief Markus Wolfahrt bei den Musikertagen in Emerkingen am Freitagabend ins volle Festzelt und bekam schon bei seinem ersten Song die ganze Aufmerksamkeit und großen Jubel seiner Anhänger. Ganz vorne an der Bühnenrampe stehend, nahm der Volksmusikstar ein Bad in der Menge und genoss, wie das Publikum seine Titel komplett auswendig mitsingen konnte. "Heimat ist, wo die Berge sind", schmetterte der Entertainer einen seiner Erfolgstitel ins Mikrophon und griff auch einmal selber zur Trompete. Die Musiker von "Herz-Ass" begleiteten den Sänger teilweise und hatten bereits im Vorfeld für Stimmung gesorgt. Wolfahrt war gegen 22.30 Uhr auf die Bühne getreten und hatte vorher noch bereitwillig Autogramme gegeben. Es dauerte nicht lange und die Volksmusikfans schunkelten im Festzelt, klatschten zu den bekannten Liedern und ließen sich mit Wolfahrt feiern. "Ein Hoch auf die Jugend" wechselte mit "Gott schütze die Frauen", was bei den Damen natürlich am besten ankam.

Gestern dann bildeten bei den Musikertagen annähernd 200 blitzblank polierte Traktoren, Autos und Zweiräder eine imposante Parade der Pferdestärken. Zum zehnten Mal lockte das Oldtimertreffen ein großes und überwiegend auch fachkundiges Publikum an, das eifrig fachsimpelte beim Bestaunen der nostalgischen Gefährte. Vor allem waren es Traktoren der verschiedensten Herstellermarken und Typen. Der an Jahren wohl reichste Bulldog war ein Lanz Aulendorf Baujahr 1940 mit 22 PS, doch auch ein Hanomag von 1957 und der Hela-Traktor von 1958 sowie ein frisch lackierter Primus fanden ihrer Bewunderer, ebenso die Fendt, Lanz Mannheim, Fahr, Kramer und Güldner. Fast alle werden nicht mehr hergestellt und sind daher sehr wertvoll.

Mehrere Unimogs, originelle Zweiräder und bejahrte, aber schön gepflegte Automobile mischten sich unter die Sehenswürdigkeiten. "Das sind allesamt Stars", schmunzelte Oliver Neubrand, der das zehnte Oldtimertreffen zusammen mit Wolfgang Schlecker und Marcel Missel organisiert hatte. Er selbst steuerte als Eicher-Fan sieben seiner Favoriten und zwei Mercedes-Unimog zur Schau bei.

Eine ganz spezielle Rarität war diesmal ein Mähdrescher der Marke Massey Harris von 1957, der die Anfänge der modernen Erntearbeit markierte. Auf dem Schildchen stand zu lesen: Erwins 1. Mähdrescher - er war laut Neubrand auf den Feldern in Emerkingen im Einsatz.

Während sich draußen Nostalgie breit machte, und die Kinder auf dem Karussell ihren Spaß hatten, ließen sich um die Mittagszeit im dicht besetzten Festzelt und auf dem ebenfalls vollen Vorplatz rund 1300 Besucher mit Mittagessen bewirten. Für die gastgebende Musikkapelle und ihre zahlreichen Helfer war dies eine logistische Herausforderung. Doch der Verein hat Routine darin, und überall ist bekannt, dass es die Emerkinger sehr gut verstehen, schöne Feste zu feiern.

Begonnen hatte der Sonntag mit einem Zeltgottesdienst, anschließend sorgten Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten für Stimmung und gute musikalische Unterhaltung. Den Kaffeeplausch am Nachmittag umrahmte die Musikkapelle Mundingen und mit den Musikern aus Ingoldingen klangen die Musikertage beschwingt aus.

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