Jubiläum Goldene Hochzeit mit Gottes Segen gefeiert

Glückliche Gesichter: Willi und Marianne Jäger mit Hannah, Vivian und Jasmin - drei ihrer fünf Enkelkinder.
Glückliche Gesichter: Willi und Marianne Jäger mit Hannah, Vivian und Jasmin - drei ihrer fünf Enkelkinder. © Foto: Emmenlauer
Allmendingen / RENATE EMMENLAUER 01.10.2018

Am 28. September 1968 haben Marianne und Willi Jäger kirchlich geheiratet. Auf den Tag genau 50 Jahre später fand nun am Freitag die Feier zur Goldenen Hochzeit im Rahmen eines Gottesdienstes in der Christuskirche in Allmendingen statt. Das Allmendinger Paar wurde durch schwere gesundheitliche Schicksalsschläge getroffen. Daher war ein großes Fest nicht möglich. Doch der einzige Wunsch, genau nach 50 Jahren einen Gottesdienst in der Christuskirche zu feiern, ging in Erfüllung. Marianne Jäger ist dort seit zehn Jahren die Kirchenpflegerin.

Den Festgottesdienst hielt der Schelklinger Pfarrer Thomas Ströbel, mitgestaltet von den Kindern und Enkeln des Paares, umrahmt mit Gesang und Orgelmusik. Ausgesucht hatten sich die Jubilare unter anderem das Lied „Sorgen quälen und werden mir zu groß…, es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn, hilflos seh ich, wie die Zeit verrinnt…! Meine Zeit steht in deinen Händen, nun kann ich ruhig sein. Du gibt Geborgenheit, du kannst alles wenden!“

Viele Sorgen gehabt

„Wir haben in den vergangenen zehn Jahren schon viele Sorgen gehabt“, berichtet Marianne Jäger. Denn ein Jahrzehnt ist es nun her, als ihr Mann eine Querschnittslähmung erlitten hat und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Vor einigen Wochen kam ein Herzstillstand mit anschließendem Koma dazu. Ob sich der 74-Jährige wieder voll erholt, ist derzeit nicht absehbar. „Ohne die große Fürsorge meiner Frau hätte ich keinen Lebensmut mehr“, sagt Willi Jäger. Seine drei Jahre jüngere Marianne schaut ihn liebevoll an und wünscht sich zum Jubiläum nur, „dass wir noch eine Weile zusammenbleiben dürfen. Und dass unsere Kinder und Enkel gesund bleiben.“

Ungeachtet des Kummers freuen sich Marianne und Willi Jäger, dass ihnen ihre treuen Kegelfreunde nach dem Gottesdienst einen kleinen, feinen Stehempfang im Gemeindesaal bei der Kirche ausgerichtet haben. Beide denken noch gern daran zurück, wie und wo sie sich kennengelernt haben: beim Tanz im Gasthaus „Alpenblick“ in Hausen ob Urspring. Sie war aus Schelklingen, er aus Justingen. „Mir hat an meiner Marianne alles gefallen, die war hübsch und lieb, so wie heute noch“, schwärmt der Jubilar. Seine Frau merkt schmunzelnd an: „Mein Willi war der einzige Bursche mit Auto. Außerdem hat er gut tanzen können und war immer humorvoll.“

Vier Jahre später gaben sich der gelernte Zerspanungsmechaniker und die Kauffrau das Ja-Wort in der Schelklinger Pauluskirche. 1974 bauten sie ein schmuckes Haus in Allmendingen, weil es in Schelklingen keine Bauplätze gab. Längst ist ihnen Allmendingen zur Heimat geworden. Das Paar hat zwei Söhne und eine Tochter; fünf Enkelkinder geben den Großeltern viel Freude. Während Willi Jäger viele Jahre ehrenamtlich im örtlichen TSV engagiert war, ging seine Frau zum Singen. Dem Kegeln mit ihrem Club frönten sie viele Jahre gemeinsam.

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