Goethes „Faust“-Tragödie ist einer der großen Versuche, die Welt mit den Mitteln des Theaters zu verstehen. Faust ist ein moderner Mensch voller Ungeduld und Ruhelosigkeit, mit einem Riesenhunger nach mehr und immer mehr. Alles hat Faust schon versucht: Er hat Bücher gewälzt, Geister beschworen und mit Selbstmordgedanken gespielt. Die Unzulänglichkeit des eigenen Denkens und die Beschränktheit seiner Mitarbeiter bringen ihn zur Verzweiflung. Da kommt der Teufel gerade recht, der verspricht, ihn aus seiner Misere zu erlösen. Faust ist sich sicher, dass auch Mephisto seinen Wissensdurst und seine Erlebnissucht nicht restlos befriedigen kann. Er schließt mit ihm einen Pakt, der verhängnisvoll ist. Denn auf der rücksichtslosen Suche nach Genuss und Lust, nach Selbstverwirklichung und Selbstbefreiung bleiben nicht nur die „kleinen Leute“ auf der Strecke, sondern auch das Heiligste: die Liebe.

Das Landestheater Tübingen führt „Faust I“ am Donnerstag, 21. März, 19.30 Uhr, in der Lindenhalle auf. Eine Einführung in das Stück findet von 19 Uhr an statt.

Info Karten im Vorverkauf gibt es unter  anderem in der Geschäftsstelle der SÜDWEST PRESSE Ehingen.