Zahlreiche Zuschauer verfolgten gestern den dritten Durchgang des 29. Pokalwettbewerbs der Gleitschirmflieger am Urenschwang bei Hütten. Die ersten beiden Durchgänge erfolgten am Samstag noch intern. Bei der letzten Wertung lag Felix Kiem knapp vor seinem Vater Horst. Und auch für den Vereinsvorsitzenden Ralf Straub verlief der Wettbewerb gut. Er befand sich nach den zwei Durchgängen am Samstag schon in der Nähe des Siegerpokals. Allerdings landete er gestern etwas weiter vom Ziel entfernt als die beiden Piloten der Familie Kiem. „Gewertet werden immer die beiden besten Flüge“, berichtet Straub.  Letztendlich machte Felix Kiem das Rennen.

Suchtfaktor Fliegen

„Der Suchtfaktor des Gleitschirmfliegens ist groß. Ich bin dem vor 30 Jahren verfallen. Und ich habe auch meinen Sohn infiziert. Er ist schon als kleiner Bub mitgeflogen“, schwärmt Horst Kiem. Für ihn besteht der besondere Reiz des Hobbys die wohltuende Ruhe in der Luft und das hautnahe Spüren der Thermik. Vereinschef Ralf Straub fügt mit leuchtenden Augen an: „Das prickelnde Gefühl, wenn ich den Gleitschirm anhebe und sich die Füße heben, hat nie seinen Reiz verloren.“ Am Sonntagnachmittag gab es die Gelegenheit zum freien Fliegen, bei dem alles rund ums Gleitschirmfliegen erläutert wurde. Die Piloten nahmen auch Passagiere mit. Etwa Claudia Braig aus Allmendingen, die davon begeistert war. Die Flieger haben neben dem Osthang von Hütten auch ein Fluggelände auf der Westseite über Gundershofen beantragt. Die Thermik macht dort weit mehr Flugzeiten möglich.