Oberdischingen Osterkonzert: Glanzvolles Jubiläumskonzert

Dirigent Markus Osmakowski und das aktive Orchester beim Konzert am Ostersonntag.
Dirigent Markus Osmakowski und das aktive Orchester beim Konzert am Ostersonntag. © Foto: Emmenlauer
Oberdischingen / Renate Emmenlauer 03.04.2018
120 Instrumentalisten von Miniband, Jugendgemeinschaftskapelle und Blasorchester läuten das Jubiläum „175 Jahre MV Oberdischingen" ein. Verabschiedet wurde Jugenddirigent Thomas Fritsch.

Es war ein glanzvolles Jubiläumskonzert in der randvoll besetzten Oberdischinger Festhalle am Ostersonntag. Ein Musikabend verbunden mit herausragendem ehrenamtlichem Engagement, Kameradschaftsgeist, Bürgersinn und vorbildlicher Nachwuchsarbeit. Die drei Orchester – Miniband, Gemeinschaftsjugendkapelle und das Blasorchester – verströmten die Freude am gemeinsamen Musizieren vom ersten Ton bis zum Schlussakkord.

Musikerchef Thomas Wuchenauer leitete mit dem Zitat „Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist“ in das Traditionskonzert ein. Die Miniband und Dirigentin Claudia Romer entführten mit dem schwungvollen Stück „A Prehistoric Suite“ in die Zeit der Dinosaurier und machten mit „The Flintstones“ einen fröhlichen Abstecher in die Steinzeit mit Familie Fred Feuerstein. Claudia Romer leitet seit vier Jahren die Miniband, davor war sie von 2003 an Jugenddirigentin und teils auch musikalische Leiterin der Aktiven.

Nicht satt hören konnte sich das begeisterte Publikum beim Auftritt der Gemeinschaftsjugendkapelle Oberdischingen/Öpfingen, bei dem der bisherige Dirigent Thomas Fritsch den Takstock an Lukas Andelfinger übergab (Bericht folgt). Die 45 jungen Instrumentalisten überzeugten mit „Tanz der Vampire“, bei dem Lisa Böllinger und Nico Schneider ein tolles Saxophon-Solo lieferten, und spielten mit „The Maschine Awake“ ein Sahnestück, auf das minutenlanger Beifall folgte.

Extravaganter Stilmix

Vielfältige Stimmungen prägten den brillanten Part des aktiven Blasorchesters. Dirigent Markus Osmakowski, bekannt für seinen extravaganten Stilmix, und das Orchester sorgten bei „Land of Legends“ mit dem gefühlsreichen Ausflug in das Land der Legenden, Mythen und Märchen, gespickt mit Magie, Zauberei und Festreigen für den gebührenden Einstand. Betörende, duftige Klänge breiteten sich in dem Blasmusik-Walzer „Vom Donauufer“ wie eine Woge bei der Hommage an die schöne blaue Donau aus. Bei dem feinsinnigen wie temperamentvollen Werk „Lord Tullamore“ aus der irischen Volksmusik schöpften die 50 Musikerinnen und Musiker sämtliche Register des Orchesters aus und brachten das Publikum mit einer gewaltigen Klangfülle in Staunen. Als musikalisches Highlight erwies sich das mit Klangeffekten gespickte temporeiche Werk „Moment für Morricone“ - die Titelmelodie aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. Mit „80er-KULT(Tour)” von Thiemo Kraas erweckten Dirigent und Orchester die 80er-Jahre neu. Den Schlusspunkt hinter das schöne Jubiläumskonzert setzte das Orchester mit dem festlichen Marsch „Jubelklänge“ und dem packenden Stück „Black Jack“.