13,60 Meter ist er lang, acht Jahre alt und eine Bereicherung für die Schüler der Gewerblichen Schule Ehingen. Die Rede ist von einem Sattelauflieger, den das Logistikunternehmen Stöhr aus Rottenacker der Schule gespendet hat. Wichtig ist die Spende für die Schüler, die eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer machen.

270 Azubis in Ehingen, die Berufskraftfahrer werden möchten

Das sind pro Schuljahr 90 Stück, verteilt auf vier Klassen. In drei Jahren Ausbildung üben in Summe also 270 Schüler an der neuen Errungenschaft. Räder wechseln, An- und Abkoppeln, mit Druckluft hantieren – der Sattelauflieger sei vielseitig nutzbar. Geschäftsführer Erwin Stöhr sagt, er habe die Plane des Aufliegers extra neu bedrucken lassen. Die Spende hat er gerne gemacht: „Wir schätzen die Nähe zu der Schule. Und ein gutes Equipment zum Üben ist wichtig.“ Bei Stöhr selbst sind es 15 Auszubildenden in drei Lehrjahren, die Berufskraftfahrer werden wollen.

Einzige Schule für Berufskraftfahrt-Azubis im Regierungsbezirk

Eine wichtige Ausbildung, denn, wie Stöhr sagt, „in den nächsten Jahren werden sehr viele LKW­-Fahrer in Rente gehen“. Früher war die Bundeswehr die sprudelnde Quelle des Fahrernachwuchses. Diese bildet aber nicht mehr aus, deshalb läge es nun an den Firmen selbst, für geeignete Nachwuchs-Kräfte zu sorgen. Die Ehinger Schule ist die einzige im Regierungsbezirk Tübingen, die die schulische Begleitung zur Berufskraftfahrer-Ausbildung anbietet. Die Schüler können sich auf Personen- oder auf Güterbeförderung spezialisieren.

Ehemaliges TÜV-Gelände wird gut genutzt

Besonders froh ist Schulleiter Jochen Münz über die neuen Möglichkeiten, die das ehemalige TÜV-Gelände der Einrichtung bringt. Vor vier Monaten hat die Schule das Gelände in Betrieb genommen. In den alten Räumen des TÜV sind nun Klassenzimmer entstanden, in der Werkstatt üben die Schüler etwa an Bussen. „Die Räume sind ideal. Die ganze Prüftechnik ist vorhanden“, sagt Münz.