Allmendingen Gewerbegebiet Riedäcker ist weiterhin Thema

Der Agrarhandel Allgaier wird im Gewerbegebiet Riedäcker erweitern. Auch die Ehinger Spedition Denkinger setzt auf den Standort. Über die geplante Erweiterung des Areals informiert die Gemeinde am Donnerstagabend.
Der Agrarhandel Allgaier wird im Gewerbegebiet Riedäcker erweitern. Auch die Ehinger Spedition Denkinger setzt auf den Standort. Über die geplante Erweiterung des Areals informiert die Gemeinde am Donnerstagabend. © Foto: Julia-Maria Bammes
Allmendingen / JULIA-MARIA BAMMES 07.01.2015
Die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Riedäcker in Allmendingen wird das Gesicht der Gemeinde deutlich verändern. Morgen Abend findet zu diesem Thema eine Infoveranstaltung im Bürgerhaus statt.

Für Robert Rewitz ist klar: Das Gewerbegebiet Riedäcker hat sich sehr positiv weiterentwickelt. Das schreibt der Bürgermeister in seinem Rückblick auf 2014 für die SÜDWEST PRESSE. Rewitz präzisiert: Im ersten Bauabschnitt seien kaum noch Flächen vorhanden. Fast alle Flächen sind belegt oder es besteht eine Option.

Außerdem habe zum Jahresende auch der Bebauungsplan "Erweiterung Riedäcker" auf den Weg gebracht werden können, der es der Firma Allgaier ermöglicht, zukunftsfähig auszusiedeln. Bekanntlich muss die Firma nach dem Brand in ihrem Anwesen an der Mühlgasse nach neuen Möglichkeiten suchen. Das Feuer hatte Lagerhaus und Silo am Hauptsitz des Agrarhandels zerstört. Nun plant Allgaier im Gewerbegebiet zunächst den Bau vierer Silos sowie einen Hallen-Anbau.

Die Aufstellung des Bebauungsplans gibt auch der Ehinger Spedition Denkinger neue Perspektiven. Auf einer Fläche von 46 000 Quadratmetern möchte die GmbH ein neues Logistikzentrum bauen - und mittelfristig komplett auf den Standort Allmendingen setzen. Zunächst ist der Bau einer 6000 Quadratmeter großen Halle vorgesehen.

Die Erweiterung des Gewerbegebiets beschäftigt den Allmendinger Gemeinderat schon seit langem. Die Weichen für die Erweiterung jedoch wurden bereits vor Jahren gestellt: Im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Allmendingen-Altheim ist die geplante gewerbliche Baufläche bereits dargestellt. Es sind neue Dimensionen, die auf Allmendingen zukommen: Ist das Gewerbegebiet einmal vollständig belegt und bebaut, wird sich das Gesicht des Orts deutlich ändern. Von Süden kommend präsentiert sich dem Betrachter ein weitläufiges Gewerbe-Areal, das sich fast bis auf die Höhe der Abzweigung nach Hausen ob Allmendingen erstreckt. Das Gesamtgebiet hat eine Fläche von rund 9,4 Hektar.

Die Erweiterung wird im Westen begrenzt von der Bahntrasse, im Osten ist es der Wirtschaftsweg, der parallel zur B 492 verläuft, im Süden bildet der Feldweg nach Hausen die Grenze. Im Norden grenzt das bestehende Gewerbegebiet Riedäcker an. Erschlossen wird die Erweiterung über eine Verlängerung der Carl-Benz-Straße, die im nördlichen Bereich nach Osten schwenkt und im Wendehammer endet.

Nicht immer lief alles im Zusammenhang mit der Erweiterung ganz reibungslos wie es Planer gerne hätten: Im Februar 2014 beschloss der Gemeinderat etwa eine Übertragung der Umlegung an den Fachdienst Vermessung des Landratsamts. Für den westlichen Teil des Geländes bestand bereits seit dem Vorjahr eine solche angeordnete Umlegung. Denn nicht alle Grundstücke im fraglichen Gebiet befanden sich im Besitz der Gemeinde.

Der Bürgermeister hatte sich stets für eine Vergrößerung des Gebiets stark gemacht. "Diese Erweiterung brauchen wir auch", hatte Rewitz etwa während der Diskussion über den Haushaltsplan 2014 über das Gewerbegebiet gesagt. Es gehe um die Ansiedlung leistungsstarker Betriebe, die Arbeitsplätze bieten.

Eine Informationsveranstaltung - gemäß dem Baugesetzbuch -, die morgen Abend im Bürgerhaus stattfindet, soll nun die Möglichkeit bieten, sich zu informieren - und auch Fragen zu stellen. "Es besteht für jeden die Möglichkeit, sich im Rahmen der Veranstaltung zur Planung zu äußern", heißt es in der Einladung der Gemeinde.

Info Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Allmendingen morgen, Donnerstag, 8. Januar. Beginn 19 Uhr. Die Planung ist bis einschließlich 16. Januar im Rathaus ausgehängt. Innerhalb dieser Zeit können Stellungnahmen abgegeben werden.

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