Museumsgesellschaft Geschichtliche Verbindungen zur Heimat

Gemeinsamkeiten zwischen Schwäbisch Gmünd und Ehingen lernten die Ausflügler der Museumsgesellschaft kennen.
Gemeinsamkeiten zwischen Schwäbisch Gmünd und Ehingen lernten die Ausflügler der Museumsgesellschaft kennen. © Foto: Lutz Deckwitz
Ehingen / swp 09.08.2018

Der älteste Sohn des Ehinger Stadtgründers Graf Heinrich III von Berg, ebenfalls Heinrich genannt, war Erbe der Markgrafschaft Burgau und heiratete im Beisein von Kaiser Rudolf von Habsburg 1288 Margaretha von Hohenberg in Schwäbisch Gmünd, während sein jüngerer Bruder Ulrich II den Stamm in Berg, Ehingen und Schelklingen fortsetzte. Solche und weitere Geschichten erzählte Johannes Lang den 43 Ausflüglern der Museumsgesellschaft auf ihrer geschichtsträchtigen Rundfahrt, auf der sie zahlreiche Verbindungen der besuchten Orte nach Ehingen kennen lernten.

Zunächst ging es nach Schwäbisch Gmünd. Baumeister des barocken Neubaus von 1732 beim einstigen Augustinerkloster war Christian Wiedemann, der mit seinem Vater 1694 von Elchingen nach Ehingen gezogen war, erzählte Lang.

Beim gotischen Heilig-Kreuz-Münster erfuhren die Teilnehmer, weshalb diese Bürgerkirche keine Türme hat. Man wollte die Türme des romanischen Vorgängerbaus stehen lassen, doch wegen eines Baufehlers stürzten sie 1497 ein. Die Kirche beim ehemaligen Franziskanerkloster wiederum hat für ihre Glocken nur einen Dachreiter, keinen barocken Turm mit welscher Haube wie in Ehingen. Aus dem Kloster wurde 1805 das katholische Lehrerseminar, in dem Georg Zoller, später königlicher Musikdirektor in Ehingen, um 1870 seine Lehrerausbildung bekam.

Das einstige Dominikanerkloster mitten in Schwäbisch Gmünd wurde 1802 Kaserne, die Kirche Pferdestall, ihre Fenster wurden für Zwischendecken genauso zugemauert wie die der Ehinger Spitalkapelle, und der heutige Platz vor der romanischen Johanniskirche war der Kasernenplatz. Da die Dominikaner als Prediger tätig waren, heißt deren ehemaliges Kloster als heutiges Stadtmuseum „Prediger“.

Am Nachmittag stand im Schloss Fachsenfeld bei Aalen die Geschichte der Freiherren von Koenig zu Warthausen und Fachsenfeld auf dem Programm, ­deren blühender Aufstieg um 1820 mit zwei Familienzweigen – Gutsherren und hohe Beamte – in Warthausen und Fachsenfeld begann.

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