Sicherheit Gemeinderat in Oberstadion: Zweckverband für Wehren im Winkel als Idee

DIETMAR BURGMAIER 21.09.2017

Zur Verbesserung der Tagesverfügbarkeit der Feuerwehren im Winkel schlägt der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinden Grunds­heim, Oberstadion und Unterstadion vor, neue Mitglieder zu werben. Gezielt geworben werden sollen weibliche Feuerwehrleute und Mitglieder mit Migrationshintergrund. Auch Angestellte der Gemeinde sollen in die Feuerwehren eintreten. In einer gemeinsamen Jugendfeuerwehr mit zehn bis 15 Jugendlichen sollen die jungen Feuerwehrleute auf ihren Dienst vorbereitet werden. Angestrebt wird die Gründung einer Kindergruppe für Mitglieder von sechs bis acht Jahren.

Bei der Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplans in einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte der drei Winkelgemeinden sagte der Unterstadioner und Grundsheimer Bürgermeister Uwe Handgrätinger, das aktuelle Feuerwehrpersonal seit motiviert und mit den Geräten der Feuerwehr sei man „sehr gut“ aufgestellt. Lediglich in Grundsheim sehe er für die Fahrzeuge einen leichten Nachholbedarf. Eine Neuanschaffung sei für nächstes Jahr ins Auge zu fassen.

Der Feuerwehrbedarfsplan sieht mittel- bis langfristig vor, einen Feuerwehrzweckverband zu gründen. Diesem sollen die gewissen Grundpflichten übertragen werden. Die Alarmierung soll optimiert werden. Schon jetzt gibt es eine Tagesalarmschleife der Winkel-Gemeinden. Ziel soll es sein, alle Alarmierten in einem Fahrzeug ausrücken zu lassen. Das gemeinsame Ausrücken von nur einem Standort könnte organisiert werden.

Viel technische Hilfe

Der Rettungsingenieur Sven Volk hatte von 2011 bis 2015 111 Feuerwehreinsätze im Winkel gezählt, davon waren nur 16 Brandeinsätze. Die technischen Hilfeleistungen bildeten einen Großteil der Einsätze, nämlich 80 Prozent, wie in der gemeinsamen Ratssitzung zu erfahren war.

Volk informierte, dass die Eintreffzeit am Brandort oder am Unfallort zehn Minuten betrage. Dies sei auf 80 Prozent des gesamten Einsatzgebiets im Winkel zutreffend.