Rückblick Gefahr für Schulkinder

Gefährlicher Schulweg: Im Jahr 1993 war die Liebherr-Kreuzung, an der es weder einen Fußgänger-Überweg noch eine Ampelanlage gab, Thema.
Gefährlicher Schulweg: Im Jahr 1993 war die Liebherr-Kreuzung, an der es weder einen Fußgänger-Überweg noch eine Ampelanlage gab, Thema. © Foto: Archiv Lothar Beier
Ehingen / Julia Deresko 06.09.2018

Vor 25 Jahren

„Dringliche Maßnahme lässt weiter auf sich warten“, titelte 1993 die Zeitung. In einem offenen Brief hatte sich ein besorgter Vater an den Oberbürgermeister Johann Krieger gewandt. Darin wies er „mit aller Dringlichkeit“ auf eine Gefahrenstelle hin, die als solche seit Jahren erkannt worden war, wie zu lesen war, jedoch weiterhin existierte. Konkret ging es um die Liebherr-Kreuzung an der Bundesstraße 465, an der es weder einen Fußgänger-Überweg noch eine Ampelanlage gab. Diese mussten die Schulkinder queren, die aus dem neuen Wohngebiet im Berkacher Grund in die Wenzelstein- und Realschule zum Unterricht gingen. Die Kreuzung sei zwar längst als neuralgischer Punkt eingestuft, durch das neue Baugebiet im Berkacher Grund habe sich die Situation jedoch drastisch verschärft. Obwohl bereits knapp ein Jahr zuvor von der Stadtverwaltung als dringliche Maßnahme beantragt,  wollten die Straßenbauer erst für 1994 die erforderlichen Gelder beantragen. „Es gibt offenbar Probleme mit der Zufahrt zum Liebherr-Werk. Diese muss vermutlich verlegt werden, sonst könnte zu Stoßzeiten dieselbe Situation wie beim Schleckerland entstehen“, ließ Ludwig Griener, Rathaus-Pressesprecher wissen. Dort kam es regelmäßig zu Staus, weil nur zwei Fahrspuren vorhanden waren.

Einen Grund zum Feiern gab es in Emerkingen: „Als Bürgermeister bin ich stolz auf unserer Feuerwehr, die noch Sinn in einer Fahne sieht und damit eine schöne und wichtige Tradition pflegt.“ Dieses Kompliment machte Bürgermeister Peter Hauler der örtlichen Feuerwehr. Diese hatte sich vor 25 Jahren im 111. Jahr des Bestehens der Wehr ihre allererste Fahne geleistet. Während eines Dorffestes wurde die Fahne geweiht. Die Wehrleute sowie spendable Bürger hatten das 14 000 Mark teure Stück finanziert, wie zu lesen war.

Vor 50 Jahren

Seinen Augen glaubte Regierungsrat Hans Weber aus Ehingen nicht mehr trauen zu können: Als dieser zur Mittagspause nach Hause in die Fischersteige kam, strampelte ein ausgewachsener Rehbock im Schwimmbad seines Gartens. Der Mann verständigte sofort das Forstamt und ließ das Wasser im Becken ablaufen. Für das Tier kam jedoch jede Hilfe zu spät, es konnte nur noch tot geborgen werden. Förster, die das Tier untersucht haben, stellten fest, dass es schwer verletzt war. Mutmaßlich sei es in der Nacht von einem Auto angefahren worden und verletzt durch die Siedlung getaumelt, bevor es in das Schwimmbecken fiel.

Ein neuer Kindergarten für die Gemeinden Oberstadion und Mundeldingen war 1968 im Entstehen. Das alte Gebäude, in dem der Kindergarten bis dahin untergebracht war, zwischen der Kirche und dem Pfarrhaus in Oberstadion gelegen, stand unter Denkmalschutz. Da es jedoch baufällig war, musste es abgerissen werden. Der neue Kindergarten wurde im selben Stil gebaut und sollte 1969 bezugsfähig sein.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Naturkatastrophe Im Iran hatte sich 1968 ein schweres Erdbeben ereignet. 20 000 Menschen kamen dabei ums Leben. Das Erdbeben hatte weite Gebiete in der Provinz Khorassan im Norden des Landes verwüstet. Es war von der größten Erdbebenkatastrophe seit Menschengedenken in dieser Region zu lesen. Die Ärzte im Teheraner Bluttransfusionszentrum der Organisation „Roter Löwe der Sonne“ trauten ihren Augen nicht, als Kaiserin Farah Diba unangemeldet eintraf, um dort Blut für die Opfer zu spenden. Auch Regierungsmitglieder und ausländische Touristen standen Schlange, um Blut zu spenden. Derweil drängte die Zeit: Die vielen Toten mussten schnellstmöglich beerdigt werden, um Epidemien zu vermeiden. jad   

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