Musik Fünftes Burren-Festival verbucht eine super Resonanz

Von Renate Emmenlauer 03.10.2017

Auch wenn sich Diestagnachmittag beim Songschreiber- und Gesangswettbewerb „Voice of Burren“ nur fünf Teilnehmer auf die Bühne trauten, war die Stimmung unter dem Publikum am Anschlag. Denn die fünf Kandidaten Max, Djiego, Axel, Raphael und Lina hatten es in sich. Jeder durfte zwei Songs präsentieren. Als Zwischenact während der Auswertung der Jury hatten sich spontan Clarissa (13) und Benita (15) aus Munderkingen gemeldet, um das Lied „Lieblingsmensch“ der Sängerin Namika zu singen.  Damit trafen die Teenager Mitten ins Herz des Publikums. Herzlicher Beifall folgte. „Alle haben einen klasse Job gemacht“, lautete der Tenor der Jury für die Teilnehmer des Gesangswettbewerbs. Weil diese aber mehr oder weniger alte Hasen seien, ging der Gutschein eines Musikhauses an die beiden Munderkingerinnen.

Gemütliche Enge herrschte beim Burren-Festival bereits ab dem Gottesdienst mit gesanglicher Umrahmung vom heimischen Liederkranz und beim Frühschoppen danach, zu dem der Musikverein Öpfingen schwungvolle Klänge beisteuerte. Beim Mittagstisch und auch am Nachmittag war kaum noch ein Platz frei.

„Wir sind rundum zufrieden mit unserer fünften Auflage“, zog Frank Staudacher Bilanz. Begeistert zeigte sich der Mitorganisator des Burren-Festivals und Besitzer des Musikzentrums im Öpfinger Gewerbegebiet „Burren“ über die richtig coole erste Kinder-Disco am späten Montagnachmittag mit DJ Franky Boy.

Bei der Disco für Erwachsene am Montagabend hätten es nach Auskunft von Staudacher gerne noch ein paar Besucher mehr sein können. „Aber es war ein guter Anfang“, befand er. 23 Bands aus dem Musikzentrum hatten den Zuhörern von Freitag bis Sonntag gehörig eins aufs Ohr gegeben. In Sachen Musik kamen am Freitag im Zelt die Heavy-Metal- und Rock-Fans beim lautstarkem wildem Sound auf ihre Kosten, der Samstag und Sonntag gehörte dem breiten Spektrum der Rock- und Popmusik. Auch Ohrwürmer und Klassiker vergangener Jahrzehnte, Jazz und Blues wie auch prickelnder Reggae waren vertreten. Jede der Bands punktete mit einer individuellen Note. Bezeichnend dafür, dass Musik verbindet, war, dass langhaarige tätowierte Kerle und auch rockige Mädels ganz friedlich neben Familien mit Kindern und gesetzteren Semestern die Musikabende genossen.

Lob zollte Frank Staudacher dem eigens für das Burren-Festival gegründeten „Burrenverein“ für die perfekte Organisation, den rund 60 Helfern aus dem Musikzentrum und den Bürgern, nicht zuletzt den Bands, die nicht nur musikalisch ein tolles Programm geboten hätten, sondern auch bei der Organisation und bei den Arbeitsdiensten voll im Einsatz waren. Staudacher: „Es war wieder ein riesiger Act, aber die Mühe hat sich wieder voll gelohnt.“