Obermarchtal Fotografien und Malerei im Petrushof

Der Freundeskreis kümmert sich auch um die Spielzeugauto-Sammlung des früheren Galeristen.
Der Freundeskreis kümmert sich auch um die Spielzeugauto-Sammlung des früheren Galeristen. © Foto: Petrushof
Obermarchtal / KAM 09.01.2015
Der Freundeskreis Petrushof plant wieder Aktionstage zum Erhalt des Denkmals. Ein Mitglied hat in der ersten Versammlung nach der Gründung des Vereins mehr soziale und politische Themen angeregt.

Es war die erste Mitgliederversammlung nach der Gründung des gemeinnützigen Vereins Freundeskreis Petrushof. Die 2002 gegründete Privatgalerie im Petrushof war im Juli 2013 wiedereröffnet worden. Die historische Scheune des hochbarocken Kulturdenkmals schmückte seitdem etliche Kunstwerke, wie in der ersten Mitgliederversammlung des von Galeristin Maria Faulhammer-Wiedemann angeregten und ebenfalls im Juli 2013 gegründeten Vereins zu erfahren war. Im Februar war zunächst ein Gedenktag für den verstorbenen Galeristen Wolfgang Faulhammer mit seiner Sammlung von Modellautos und Fotografien zu sehen gewesen, und an mehreren Aktionstagen zur Pflege und Erhalt des denkmalgeschützten Anwesens waren die Mitglieder im Einsatz. Die Ausstellung von Leoni Stade und Hubert Kaltenmark im Frühjahr sowie von Klaus Wagner mit "Im Zwischen" waren erste Impulse. Ebenso seien die Sommerferienkurse gut angenommen worden. Die Sommerwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Kloster solle ein fester Termin im Jahr werden, sagte Faulhammer-Wiedemann.

Ziel des Vereins ist es, den Petrushof als Station an der Oberschwäbischen Barockstraße für auch an aktueller Kunst Interessierte zu etablieren. Der Vereinsvorsitzende, Walter Berner, war sich mit den Mitgliedern einig, dass mehr Interessierte für den derzeit 22 Mitglieder zählenden Verein gewonnen werden sollten, vor allem auch aus der näheren Umgebung. Denn etliche Mitglieder sind Künstler oder Kunstfreunde von weiter her, wie auch Berner selbst, der in Berlin wohnt. Er wünscht sich, dass Vorstandsmitglieder aus der Region das Ruder übernehmen, sofern das möglich ist. Wahlen stehen erst in der nächsten Mitgliederversammlung an. Dann würde auch Ursula Boss, die den Kassenbericht verlas, gern das Amt der Kassiererin niederlegen - dazu habe sie bereits Gespräche mit anderen Mitgliedern geführt. Ihr bescheinigte Reinhard Müller eine einwandfreie Kassenführung.

Für dieses Jahr planen die Kunstfreunde am 21. und 22. März wieder Aktionstage zur Pflege und Erhalt des denkmalgeschützten Anwesens Petrushof. Am 19. April findet die Vernissage mit Malerei von Julia Belot aus Wiesbaden statt. Die Ausstellung der 1969 im russischen Pskov geborenen Künstlerin wird bis zum 14. Juni gezeigt. Belot will nach eigenen Angaben das Wesen aller Dinge, Menschen und Tiere herausarbeiten, "im positiven Sinne".

Im Juni soll es wieder Aktionstags-Arbeitseinsätze geben, und Ende Juni nach Möglichkeit eine Ausstellung mit Keramikskulpturen von Jochen Brand. Nach einem weiteren Aktionstag im September sollen am 13. September Fotografien von Martin Götz zu sehen sein, und am Tag des offenen Denkmals soll der Petrushof ebenfalls wieder seine Pforten öffnen. Am 14. November soll ein Aktionstag und die nächste Mitgliederversammlung stattfinden.

Von Claudia Giefer kam die Anregung, sich auch zu gesellschafts- und sozialpolitischen Themen, zum Beispiel in Form von Fotowettbewerben und Fotoausstellungen, Gedanken zu machen. Um das Anwesen Petrushof weiter zu öffnen und bekannter zu machen, wurden auch weitere Aktivitäten wie Flohmarkt, Kunstmarkt oder Kinderprojekte angedacht. Maria Faulhammer-Wiedemann regte die Mitglieder noch an, sich aktiv an der Gestaltung der Vereinszeitung "Extrablatt" mit redaktionellen Beiträgen zu beteiligen. Nach einer anschließenden Diskussion über interne Vereinsbelange verabschiedete Walter Berner die Mitglieder. Info www.galerie-im-petrushof.de

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