„Es soll nicht nur Konzerte und Partys geben, sondern auch Kultur und Zwischenmenschliches“, erklärt Ines Patzke. Die 35-Jährige aus Ehingen engagiert sich im Stadtjugendring Chameleon-Bewegung und organisiert einen Flohmarkt im Jugendzentrum (Juze) am Samstag, 9. November. Von 13 bis 18 Uhr können Besucher auf drei Stockwerken stöbern und einkaufen.

Teens für Teens, handgemachter Schmuck und Kunstwerke

Das obere Stockwerk betreuen die Jugendlichen vom Jugendzentrum. „Von Teens für Teens“ heißt es dort. Das Erdgeschoss sowie der erste Stock sind in den Händen der Chameleon-Bewegung. Geboten wird ein Mix aus Trödel, Handwerk und Kindersachen. Die Aussteller sind Privatleute, die in ihrer Freizeit basteln und werkeln: Holz- und Betonkunstwerke, handgemachter Schmuck, Liköre oder selbstgenähte Taschen gibt es an 13 Ständen. „Wir haben wirklich den ganzen Platz genutzt, sogar den Flur“, freut sich Patzke.

Die Standgebühren werden gespendet

Sie hätte gerne noch mehr Stände vergeben, das Interesse sei da gewesen – nur am Platz habe es gemangelt. Die Standgebühren sind niedrig: 1,50 Euro pro Meter. „So kann jeder mitmachen und auch was verdienen. Sonst sind die Gebühren ja immer so hoch“, erklärt Patzke. Die Standgebühren werde der Stadtjugendring dann dem Kinderschutzbund Ehingen spenden.

Patzke erzählt von weiteren Plänen: „Der Flohmarkt jetzt ist unser erster Versuch, und wenn es ankommt, würden wir nächstes Jahr gerne vergrößern.“ Auch fände sie es schön, wenn der nächste Flohmarkt im Frühjahr stattfindet.

Ein etwas anderes Angebot

Grundsätzlich versucht der Stadtjugendring, Kultur in Ehingen auf einer anderen Ebene anzubieten, das Angebot zu erweitern und in andere Richtungen zu gehen. „Es soll mal nicht die große Lindenhalle oder eine Kneipe sein“, erklärt Patzke. „Wir wollen zeigen: Egal, wer man ist, woher man kommt – bei uns soll sich jeder willkommen fühlen.“

Mit Vorurteilen aufräumen

Hinter dem Flohmarkt steckt noch ein anderer Gedanke: Ines Patze will so mit Vorurteilen gegenüber dem Jugendzentrum aufräumen. Sie habe nämlich einmal einen Fall mitbekommen, dass ein Kindergartenkind nicht mit auf einen Ausflug durfte, weil das Ziel das Jugendzentrum war. So etwas dürfe nicht passieren: „Mit dem Flohmarkt wollen wir auch zeigen, wie cool das Juze eigentlich ist. Nämlich ein Ort, an dem es für alle etwas gibt und jeder hinkommen kann.“

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