Vereine Fetzaspringer: Spende macht kranken Elias in Emerkingen glücklich

Andreas Schmidberger (links) und Tobias Hummel (rechts) übergeben die Spende an Tobias und Nicole Traubenek.
Andreas Schmidberger (links) und Tobias Hummel (rechts) übergeben die Spende an Tobias und Nicole Traubenek. © Foto: Verein
Emerkingen / KARIN MITSCHANG 14.11.2017
Die Narrenzunft Fetzasprenger hat Spenden für Elias gesammelt, der zum Disneyland in Paris möchte.

Ein Leben im Krankenhaus – das kennt der achtjährige Elias aus Emerkingen nur zu gut. „Er hat bestimmt schon 60 OPs gehabt“, sagt seine Mutter Nicole Traubenek, „auch viele große“. Und es stehen schon weitere an, außerdem könnte er an einer Autoimmunerkrankung leiden. Bereits während der Schwangerschaft war klar, dass etwas nicht stimmt, und schnell nach der Geburt musste gehandelt werden, weil die Speiseröhre von Elias nicht richtig an den Magen anschloss. Auch heute kann das Kind, das während einer OP im Alter von einem halben Jahr eine Thrombose hatte und daraufhin einen Schlaganfall erlitt, nicht normal essen, muss über eine Sonde ernährt werden.

Für schöne Momente sorgen

Für Familie Traubenek, die auch noch eine Tochter hat, ist es umso wichtiger, dass es auch schöne Momente gibt, die all die Sorgen vergessen machen. „Wir haben schon von der Aktion ,Herzenswünsche’ eine Reise nach Hamburg finanziert bekommen“, sagt Nicole Traubenek. Wegen ihres Sohnes, der im Rollstuhl sitzt und sich nicht gut verständigen kann, ist sie vorwiegend zuhause und hat sich von dort aus einen Nebenerwerb mit Babyfotografie aufgebaut. Ihr Mann Tobias arbeitet in Ehingen bei der Firma Sappi. Die beiden waren „völlig baff“, als ihnen in der Hauptversammlung der Narrenzunft Fetzaspringer nun ein Scheck in Höhe von 1500 Euro überreicht wurde – zusammen mit einer Fotocollage als Erinnerung. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so ein großer Betrag wird“, sagte Nicole Traubenek gestern, sichtlich glücklich. Weil Elias ein großer Disney-Fan ist, darf er nun mit seiner Familie zu Disneyland nach Paris. Die Idee dazu hatte Carmen Burger, und Bürgermeister Paul Burger hatte über die Bürgerstiftung 100 Euro beigesteuert.

Traubeneks sind seit einigen Monaten passive Mitglieder im Verein und durften heuer beim Kinderumzug mit Elias mitlaufen. „Das war brutal schön“, sagt Nicole Traubenek. „Das kann man gar nicht beschreiben, wie gut die ganze Unterstützung tut, das ist wie angekommen sein“, schwärmt die Mutter, die vor einigen Jahren aus Aulendorf mit ihrem Mann nach Emerkingen umgezogen ist und sich im Dorf angenommen fühlt.

In der Sitzung übergab der Vereinsvorsitzende Tobias Hummel die Spende, die der Verein teils eingespart hat, indem er in diesem Jahr auf die Gastgeschenke beim Zunftmeisterempfang verzichtete. Die Berichte über das Vereinsjahr prägte natürlich der eigene Nachtumzug im Ort, der nur alle drei Jahre stattfindet. Es beteiligten sich 40 Narrengruppen und sechs Musikgruppen. Regina Walz und Melanie Müller berichteten ausführlich über die auswärtigen Narrentreffen und Umzüge und sonstigen Aktivitäten.

Kassiererin Claudia Missel, der von Kassenprüfer Manfred Lang und Klaus Hauler eine einwandfreie Arbeit bescheinigt wurde, gab einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben: Nach dem Nachtumzug ist der Kassenstand wieder gefüllt.

Bürgermeister und „Ehrenvorstand“ Paul Burger bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern auch für die Beteiligung und Organisation an der Dorffasnet am Rosenmontag und der Einbringung das ganze Jahr über im Gemeindeleben. Beim Punkt „Wahlen“ wurde Birgit Dreist für ein weiteres Jahr als Ausschussmitglied wieder gewählt, Philipp Neubrand für weitere zwei Jahre als Gremiumsmitglied und Regina Walz für ein weiteres Jahr als Schriftführerin. Mit dem alljährlichem Schnitzel-Essen im Gasthaus Hirsch konnte man dann den Abend gemütlich ausklingen lassen, hat Regina Walz berichtet.