Veranstaltung Ferienprogramm: Angeln in Rottenacker

Die Kinder durften beim Programm des Fischereivereins auch selber zur Angel greifen.
Die Kinder durften beim Programm des Fischereivereins auch selber zur Angel greifen. © Foto: Emmenlauer
Rottenacker / Renate Emmenlauer 18.08.2018

Welche Fischarten gibt es in dem 24 Hektar umfassenden Gewässerareal des Fischereivereins Rottenacker? Was für Fische bieten die Seen und in dem Bereich der Donau, den der Verein gepachtet hat? Rudolf Fundel als erfahrener Fischer leitete den Schupperkurs gestern Nachmittag in der Fischerhütte mit einer spannenden Fischkunde ein und zeigte den Kindern anhand von Bildern auch gleich, wie die verschiedenen Fische aussehen.

Maiskörner und Zwieback

Bei der Theoriestunde, zumal es draußen kurz regnete, hörten die sechs Jungs Simon, Lenni, Daniel, Noah, Leon und Maxi sowie Lia, das einzige anwesende Mädchen und Tochter von Fischerchef Andreas Schmid, aufmerksam zu. Wie Lia (8) stolz anmerkte, habe sie bereits eine eigene Angel. „Falls es weiter geregnet hätte, wären wir eben zu Plan B übergegangen, zu kurzweiligen Spielen und weiteren Informationen über die Fischerei“, sagte Jugendleiter Sebastian Ruf, der aber Entwarnung geben konnte. „Jetzt können wir nach draußen“, meinte er.

Dort konnten die Fischerlehrlinge an einer Scheibe üben, wie man eine Angel auswirft. Sebastian Ruf nahm die Kinder danach mit auf den Steg und erläuterte die Details einer Angel. Dann ging‘s ans Eingemachte. Simon war der erste, der mit dem Jugendleiter die Angel auswerfen durfte. Derweil lockte Rudolf Fundel die Fische mit Maiskörnern und Zwieback. Kaum fünf Minuten später hatte ein stattlicher Karpfen angebissen. „Sollen wir den wieder freilassen oder möchte einer von Euch den Fisch mit nach Hause nehmen fürs Abendessen?“, fragte Sebastian Ruf. Ein Bub signalisierte dies, weshalb die Kinder dann zuschauen konnten, wie man den Fisch kurz und schmerzlos tötet. „Dies ist für uns Fischer wichtig, wir sind Tierfreunde. Da hat man Respekt vor jedem Lebewesen“, erläuterte Rudolf Fundel.

Pflanzen und Vögel am See

Bei der ausgiebigen Wanderung um den See erfuhren die Kinder, was für Pflanzen und Vögel dort angesiedelt sind. Die Experten verhehlten den jungen Teilnehmern nicht, dass die Seen aufgrund der langen Trockenheit nur noch minimal Sauerstoff aufweisen, was den Fischbestand extrem gefährdet. Für den Vereinsvorsitzenden Andreas Schmid ist das alljährliche Ferienprogramm eine wichtige Nachwuchswerbung. Aktuell gehören dem Fischereiverein Rottenacker mit 190 Mitgliedern knapp 40 aktive Fischer sowie zehn Jungfischer an.

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