Region Etliche Unfälle auf Glatten Straßen

STEFAN BENTELE 10.01.2015
Freitagfrüh kam es im Alb-Donau-Kreis zu zahlreichen Unfällen auf glatter Straße. Bei einem Unfall wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt.

Wegen Tauwetters und in der Nacht wieder gefrorenen Bodens kam es Freitagfrüh vor allem zwischen 4.30 Uhr und 7.30 Uhr im Alb-Donau-Kreis und in Ulm zu insgesamt 18 Verkehrsunfällen. Wie die Polizei Ulm mitteilte, waren besonders die Gebiete an und auf der Alb betroffen. Der folgenschwerste Unfall im Alb-Donau-Kreis geschah zwischen Nellingen und Türkheim, nördlich von Merklingen. Hier war ein 50 Jahre alter Autofahrer mit seinem Renault gegen 6.20 Uhr in Richtung Nellingen laut Polizei zu schnell in eine Rechtskurve gefahren. Das Auto kam auf dem stellenweise gefrorenen Boden ins Schleudern und stieß in einen entgegenkommenden Opel. Der 50-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und musste von den Feuerwehren aus Nellingen und Laichingen aus dem Autowrack befreit werden. Der Rettungsdienst brachte den Mann anschließend in ein Ulmer Krankenhaus. Die beiden Insassen des Opel erlitten leichte Verletzungen. Laut Polizei entstand ein Gesamtschaden von etwa 20 000 Euro. Zwischen Blaustein und Ulm-Mähringen wurden zwei Frauen leicht verletzt, als ihr Fahrzeug auf der Kreisstraße 9112 ins Schleudern geriet und von der Fahrbahn abkam. Sachschaden: 4000 Euro.

Die Mehrzahl der übrigen Unfälle verliefen für die Beteiligten glimpflich, wie die Polizei mitteilt. Auf der Landesstraße 1165 bei Beimerstetten etwa kam eine 62 Jahre alte Frau mit ihrem Auto von der Fahrbahn ab und blieb trotz Totalschadens an ihrem Fahrzeug unverletzt. Bei dieser und den übrigen Unfallaufnahmen habe sich gezeigt, dass alle Verkehrsteilnehmer mit der erforderlichen Winterausrüstung unterwegs waren. "Bußgelder mussten keine ausgestellt werden", sagte ein Polizeisprecher.

Dass es trotz Winterreifen und angepasster Geschwindigkeit zu den vielen Unfällen kam, überrasche nicht. Die Autofahrer hätten die stellenweise auftretende Glätte meist zu spät bemerkt. "Hier hilft regelmäßiges Bremsen, um den Untergrund zu testen", sagt der Sprecher. Ob in den kommenden Nächten wieder mit glatter Fahrbahn zu rechnen sei, könne man nicht sagen.