Bildung Es liegt jetzt an den Eltern

Weilersteußlingen / CHRISTINA KIRSCH 09.08.2018

Die Kinder von Weilersteußlinger Eltern, bei denen beide Elternteile berufstätig sind, gehen vorzugsweise nach Allmendingen in die Grundschule. Dafür hat Sonja Looser, die kommissarische Schulleiterin der Weilersteußlinger Grundschule, durchaus Verständnis. Die Kinder aus Ennahofen, Grötzigen und Weilersteußlingen, die nach Allmendingen in die Schule gehen, fehlen jedoch in Weilersteußlingen. „Wir haben durch unser neues Baugebiet zwar bald wieder steigende Kinderzahlen“, sagt Looser. „Aber momentan müssen wir durch eine Talsohle hindurch“.

Jugendleiter gefunden

Seit Anfang des Jahres verfolgt Looser zusammen mit der Kindergartenleiterin Iris Gfrereis die Idee einer Ganztagsbetreuung in Weilersteußlingen, um Weilersteußlinger Kinder an der dörflichen Grundschule halten zu können. „Wir haben acht Kinder, die im kommenden Schuljahr in Weilersteußlingen zur Schule gehen könnten“, berichtet Looser. Davon möchte voraussichtlich die Hälfte der Eltern einen Antrag auf einen Wechsel des Schulbezirks stellen. Die Ganztagessschule in Allmendingen ist ein triftiger Grund für einen Schulbezirkswechsel und deshalb können die Eltern auch mit einer Genehmigung rechnen. In Gesprächen mit den Ortschaftsräten und dem Allmendinger Bürgermeister Florian Teichmann wurden die Bedingungen besprochen, um einen Ganztagsbetrieb in Weilersteußlingen aufnehmen zu können. Die Küche in der Gemeindehalle ist gut ausgestattet und bräuchte für das Mittagessen eines Zulieferers nur noch einen Warmhaltebehälter mit Thermometer. Zudem wurden Jugendleiter gesucht, die die Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder von Montag bis Freitag von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr und die Betreuung von Grundschülern in der Zeit von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr übernehmen können. „Da haben sich vier Leute gemeldet“, freut sich Looser. Drei Frauen und ein Mann stünden bereit, die Grundschüler zu betreuen; der Antrag auf Jugendbegleiter ist gestellt.

Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt waren und die Eltern erneut informiert wurden, signalisierten betroffene Eltern, dass sie ihr Kind trotzdem nach Allmendingen schicken möchten. An einer so kleinen Schule finde ein Kind nicht genügend Freunde, auch die Jahrgangsmischung stieß auf Bedenken. „Wir haben aber jahrelange Erfahrung mit der Jahrgangsmischung“, sagt Looser und sieht für die Zukunft wieder zwei Klassen im Grundschulbereich: „Jetzt kommt es auf die Eltern an, ob wir mit einer Ganztagsbetreuung beginnen können.“ Es müssten wenigstens fünf Kinder aus Schule oder Kindergarten sein, damit der Ganztagsbetrieb aufgenommen werden kann.

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