Kirche Abschiedsgottesdienst im Münster Obermarchtal

Bei einem Gottesdienst im Obermarchtaler Münster ist Pfarrer Dr. Venatius Oforka verabschiedet worden; rechts Pfarrer Gianfranco Loi.
Bei einem Gottesdienst im Obermarchtaler Münster ist Pfarrer Dr. Venatius Oforka verabschiedet worden; rechts Pfarrer Gianfranco Loi. © Foto: Ingeborg Burkhardt
Obermarchtal / Ingeborg Burkhardt 02.01.2018

Es war nicht mein Wunsch zu gehen, sondern ich bekam eine neue Aufgabe“, versicherte am Sonntag Dr. Venatius Oforka den Katholiken aus den Gemeinden Obermarchtal, Reutlingendorf, Untermarchtal, Neuburg und Emeringen, die zu seinem Abschiedsgottesdienst ins Münster Obermarchtal gekommen waren. Es war das „Fest der Heiligen Familie“, das er mit den Christen der Seelsorgeeinheit feierte und bei dem am Ende der Messe Abschied genommen werden musste.

Trotz allem Bedauern sei es „gut, Oforka in der Nähe zu wissen“, denn Oberstadion sei ja nicht allzu weit weg, sagte Pfarrer Gianfranco Loi. 114 Tage nach seiner Investitur in Obermarchtal konnte er sagen: „Ich habe Oforka und seine Arbeit in dieser Zeit schätzen gelernt.“

Zum Dank eine bestickte Stola

Namens der Seelsorgeeinheit dankte Loi unter lang anhaltendem Beifall der Kirchenbesucher dem Pfarrvikar für sein segensreiches Wirken in den vergangenen zwei Jahren mit einer Zeit der Vakanz. Er überreichte dem aus Nigeria stammenden Doktor der Theologie eine bestickte Stola. Er lud den 50-Jährigen ein, wenn er einmal nach Afrika zurückgekehrt und dort Bischof geworden ist, einmal zur Tiberius-Wallfahrt nach Obermarchtal wiederzukommen.

Schon zu Beginn des Gottesdienstes hatte sich gezeigt, dass „der Priester der Weltkirche“ mit seinem schwäbischen Wirkungsort und seinen Menschen verbunden ist, denn er begrüßte die Gottesdienstbesucher mit einem „guten Morga“ . Sein Kollege Loi hatte daran erinnert, wie einst die Priester als Missionare nach Afrika, in andere Kontinente und Länder gegangen seien. Nun, in der Zeit, in der es in Deutschland immer weniger Christen und Priester gebe, sei es umgekehrt. Nun kämen die Priester der Weltkirche hierher, um die Kirche zu unterstützen.

Bei Empfang viel zu erzählen

Oforka, der 2010 zum Studium nach Tübingen gekommen war, bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen der Menschen in der Seelsorgeeinheit Marchtal, die ihm von Beginn an mit Freundlichkeit und Brüderlichkeit begegnet seien. Sein besonderer Dank galt Loi für die gute Zusammenarbeit und Diakon Johannes Hänn, der ihn in den beiden Jahren unterstützt habe. Bei einem anschließenden Stehempfang im Pfarrhaus-Saal hatten sich alle über die gemeinsame Zeit viel zu erzählen.

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