Amt Erste Sitzung von Bürgermeister Martin Krämer

Der neue Bürgermeister Martin Krämer leitete seine erste Gemeinderatssitzung.
Der neue Bürgermeister Martin Krämer leitete seine erste Gemeinderatssitzung. © Foto: Bloching
Obermarchtal / MARIA BLOCHING 26.07.2018

Auch wenn es nur wenige Tagesordnungspunkte bei der Sitzung des Gemeinderats Obermarchtal gab, Bürgermeister Martin Krämer hatte sich gut vorbereitet. „Ich habe viel gelesen und geschaut, welche Themen aktuell wichtig sind“, sagte er. Im Vorfeld besuchte er Gemeinderatsitzungen im Umkreis und informierte sich darüber, wie andere Gremien arbeiten. „Ich will mich auch künftig immer wieder mal irgendwo reinsetzen und schauen, wie es andere machen und was ich für mich mitnehmen kann“. Eine Sitzung in Obermarchtal unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Anton Buck habe er leider aus beruflichen Gründen nicht besuchen können.

Alles verstanden

Krämer will seinen eigenen Stil finden und ist auf dem besten Weg dazu. Auch der schwäbische Dialekt war kein Problem. Zwar musste er beim gegenseitigen Austausch am Ratstisch ganz genau hinhören, doch „verstanden, was gesprochen wurde, habe ich tatsächlich alles“. Zum Beispiel, dass er während seiner ersten Amtsperiode nach Landeskommunalbesoldungsgesetz in Besoldungsgruppe A 14 eingestuft wird. Sollte eine zweite Amtsperiode nach Wiederwahl in acht Jahren folgen, wird er nach A 15 vergütet werden. Diese Einstufung basiert laut Ludwig Mohr, der den Tagesordnungspunkt leitete, auf der Einwohnerzahl von rund 1200 Bürgern und dem Umfang des Amtes. Geheim ist demnach das Einkommen des Bürgermeisters nicht, im Gegenteil: Der Gemeinderat muss die Besoldung in öffentlicher Sitzung festlegen. Dem kam das Gremium einstimmig nach.

Drückjagd beschlossen

Auch eine Drückjagd im Bereich Schupfenberg in den Wäldern von Thurn und Taxis wurde für den Herbst beschlossen. Auflage ist eine Kostenbeteiligung von 300 Euro und die Organisation der Verkehrssicherung. Drei Strecken müssen laut Bürgermeister Krämer für die Jagd gesperrt oder die Geschwindigkeit dort reduziert werden. Ludwig Mohr bat darum, angrenzende Waldbesitzer zu benachrichtigen und sie in die Drückjagd mit einzubinden.

Das Einvernehmen erteilte das Gremium für den Neubau einer Betriebsleiterwohnung im Schlossgartenweg. Außerdem stimmte der Rat dem Bauantrag der Stiftung katholischer freier Schulen für den Einbau eines Fachraumes für Biologie/Chemie sowie eines Vorbereitungsraumes in der Klosteranlage zu.

Konzept für den Friedhof

Gemeinderat Hans-Peter Schleicher regte unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ an, ein Konzept für den Friedhof zu erstellen. Seit Jahren werde über die Friedhofgestaltung diskutiert. Die Obermarchtaler Bürger würden sich ein Konzept wünschen, das Hand und Fuß hat. „Andere Friedhöfe sehen schöner aus“, so Schleicher. Bürgermeister Krämer hat sich darüber schon Gedanken gemacht und auch schon einige Ideen. Gemeinsam mit dem Bauhof sollen nun Pläne entstehen und dem Gemeinderat vorgelegt werden. „Die Wege sollen auf jeden Fall gepflastert werden“, sagte Krämer. Laut Lothar Gaupp seien vor einiger Zeit Maßnahmen zur Anlage von Urnengräbern ohne die Einbeziehung des Gemeinderats auf dem Friedhof umgesetzt worden. „Das ist bedenklich. Deshalb brauchen wir ein Konzept und jemand, der beurteilen kann, wo man solche Urnengräber braucht“, so Gaupp. Krämer stellte in Aussicht, einen Entwicklungsplaner mit ins Boot zu nehmen.

Zahlen zum Spielplatz

Die Verlegung des Kinderspielplatzes in Reutlingendorf wurde bereits in einer vorhergehenden Sitzung beschlossen. Ortsvorsteher Georg Baur konnte nun konkrete Zahlen vorlegen. So wird wohl ein Baumkletterer beauftragt werden müssen, der die Schatten spendenden Bäume verkehrssicher macht. Dafür stehen allein Kosten von 3000 Euro im Raum. Arbeitet der Bauhof ohne Elternbeteiligung, müssen dafür 2700 Euro eingeplant werden. Sind die Eltern bereit, mitzuhelfen, kostet die Leistung des Bauhofes nur 1350 Euro. Hinzu kommt noch die Anschaffung einer Kletterwand und von Spielgeräten sowie Beton und Sand, so dass die Verlegung des Spielplatzes rund 12 000 Euro kosten wird. „Eine stolze Summe“, befand der Ortsvorsteher und wollte das Einverständnis des Gemeinderates, die Verlegung trotz der Kosten in Angriff zu nehmen. Dem wurde zugestimmt. „Momentan kann der Kinderspielplatz nicht genutzt werden, da mitten in der Sonne niemand spielen kann. Wenn wir es machen, muss es auch zukunftsträchtig sein. Deshalb befürworte ich die Verlegung in den Pfarrgarten nach wie vor“, sagte Ludwig Mohr. 7500 Euro wurden für die Maßnahme bereits im Haushalt der Gemeinde eingestellt.

Bäume an der „Sandgrube“

Auch an der „Sandgrube“ in Reutlingendorf muss laut Ortsvorsteher Baur etwas gemacht werden. Denn an der Abbruchkante stehen Bäume, die entfernt werden sollten. Ein Naturschützer will dafür 500 Euro zur Verfügung stellen. Der Gemeinderat einigte sich darauf, einen Fachmann zu beauftragen, der sich um die Bäume kümmert.

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