Es war ein reges Kommen und Gehen gestern im neuen „Katholischen Haus der Pflege St. Franziskus“ an der Ehinger Spitalstraße. Zahlreiche Besucher hatten schon nach dem Gottesdienst in der benachbarten Liebfrauenkirche den Weg zur früher als Wohnpark St. Franziskus bezeichneten Einrichtung eingeschlagen, zumal dort Mittagstisch  sowie Kaffee und Zopfbrot bei lockerem Klavierspiel geboten war.

Reges Interesse bei den Besuchern

Schon zeitig vor Ort waren Anita Mößlang und Elisabeth Sauter, die sich nach eigenen Worten einfach mal über die Leistungen der Sozialstation der katholischen Kirchengemeinde Ehingen und der St. Elisabeth-Stiftung im „Katholischen Haus der Pflege St. Franziskus“ informieren wollten. „Man weiß ja nie, wann man diese Angebote selbst mal braucht“, sagte Anita Mößlang. Die beiden Damen nutzten außerdem die Gelegenheit zum gemütlichen Kaffeeplausch, aber auch, um einige Bewohner aus dem näheren Bekanntenkreis zu besuchen.

Die Ehingerinnen schlossen sich zudem bei Führungen durch das Haus an, bei denen die Zimmer der stationären Pflege und Kurzzeitpflege gezeigt wurden, ebenso der neu gestaltete und erweiterte Bereich der Tagespflege wie auch das „Wohnen mit Service“. Elisabeth Moll und ihre Freundin Frieda Diesch waren eigens aus Biberach zum Tag der offenen Tür hergefahren. „Wir haben eine gemeinsame Freundin hier im Pflegeheim. Der haben wir einen Besuch versprochen“, sagte Elisabeth Moll. Außerdem sei das so ein schönes, helles und offenes Haus. Von der Atmosphäre der Einrichtung offenkundig begeistert, könnten sie sich auch vorstellen, hier mal selbst den Lebensabend zu verbringen, sofern es notwendig sein sollte.

Atmosphäre wird gelobt

Großes Interesse verbuchte auch die Sozialstation, deren Informationsteam alle möglichen Fragen rund um die Bereiche ambulante Pflege, Hausnotruf, Essen auf Rädern und Hauswirtschaft beantwortete. Ilse Meßmer von der Ökumenischen Hospizgruppe und ihr Mann Hans kamen der Verbundenheit wegen zum Tag der offenen Tür. „Wir sind hier ja auch ehrenamtlich tätig und kennen viele Bewohner wie auch Mitarbeiter“, schilderte Ilse Meßmer.

Reihum wurde die Atmosphäre in der Einrichtung gelobt. Es war auch spürbar, dass sich die Besucher wohlfühlten und viele miteinander ins Gespräch kamen, auch mit den Mitarbeitern und Bewohnern. So wurde der Tag der offenen Tür auch ein Tag des Miteinanders, die Einrichtung wurde ihrem Ruf eines „offenen Hauses“ einmal mehr gerecht.

Peter Hecht, Geschäftsführer der Sozialstation, präsentierte den Fahrdienst, den die Sozialstation in der Tagespflege übernimmt. „Wir haben eigens dafür einen neuen Bus angeschafft“, sagte Hecht und lobte das Fahrerteam mit Franz Renz, Gerhard Ulmer, Josef Schelkle und Hermann Rederer, die den Fahrdienst ehrenamtlich schultern.

Angelika Grimm, Bereichsleiterin für den Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach in der Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung, befand die Kooperation mit der Sozialstation als sehr konstruktiv und harmonisch. „Beide Einrichtungen passen von der Ausrichtung hervorragend zusammen. Wir bündeln Synergien zum Wohl der Menschen“, sagte sie.

Weitere Kooperation

Peter Hecht und Angelika Grimm können sich außer der gemeinsam betriebenen Tagespflege und den von beiden Institutionen genutzten Räumen künftig noch weitere gemeinsame Projekte im Dienst am Nächsten vorstellen. Wobei Peter Hecht betonte, dass man mit der Kooperation keinen Sparkurs einschlage, vielmehr die Profile beider Einrichtungen schärfen wolle. „Wenn man zusammen schafft, kann man einfach mehr erreichen“, sagte er und verwies auf die Zusammenarbeit bei dem künftigen Hospiz in Kirchbierlingen.

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