Ehingen/Bad Waldsee Ein oberschwäbisches Fest der Kuh

Gut besucht, trotz guten Silierwetters: Zum zweiten Mal war der Oberschwäbische Fleckviehtag in der Auktionshalle Bad Waldsee.
Gut besucht, trotz guten Silierwetters: Zum zweiten Mal war der Oberschwäbische Fleckviehtag in der Auktionshalle Bad Waldsee. © Foto: Fleckviehzuchtverein Ehingen
Ehingen/Bad Waldsee / SWP 31.10.2015
Hochwertige Tiere waren beim zweiten oberschwäbischen Fleckviehtag in Bad Waldsee zu sehen. Der Fleckviehzuchtverein Ehingen hat dabei den Vereins-Cup aus dem Jahr 2013 verteidigt.

Nach zweijähriger Pause fand zum zweiten Mal der Oberschwäbische Fleckviehtag in der Auktionshalle Bad Waldsee statt. Trotz des guten Silierwetters waren viele Züchter aus Baden-Württemberg gekommen, berichtet Walter Kneer. Neben den Einzelklassenentscheidungen waren auch Titel als Fleischsieger, Eutersieger und der Titel im Vereinscup zu vergeben. Begleitet wurde die Schau zudem von der eigens für diese Schau gegründeten Oberschwäbischen Fleckviehkapelle.

Der Fleckviehzuchtverein Ehingen war mit seinen Vertretern Dieter Schwarzmann, Joachim Keller und Markus Scheuing wieder ganz vorn mit dabei. Sie verteidigten nicht nur den Vereins-Cup aus dem Jahr 2013, sondern belegten in den Einzelwertungen mit ihren Kühen gute Plätze. So wurde Dieter Schwarzmann mit seiner Wille-Tochter Ludmilla Zweiter in der Klasse der Jungkühe und auch letztendlich Reserve Champion der Jungkühe. Die erste Kategorie Drittkalbskühe wurde von der Rau-Tochter Grainy, aus dem Bestand der Familie Keller aus Allmendingen klar gewonnen. In der dritten Klasse, kam Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing aus Berg auf den ersten Platz. Champion und Reserve Champion Mittel wurde zwischen den beiden Ehinger Spitzenkühen Romy und Granny ausgemacht. Preisrichter Johannes Huber aus Mittelfranken hatte dabei die Qual der Wahl und platzierte letztendlich Romy aus Berg vor Granny aus Hausen o. A.. Die Klassen der alten Kühe entschied die Ratgeber-Tochter Genovea der Familie Kelle für sich. Dabei konnte Genovea sogar die ehemalige Grand Champion Kuh der RBW-Schau Forever, welche ebenfalls aus dem Stall von Joachim Keller kam, schlagen.

Beim Vereinscup traten jeweils drei Kühe aus den Gebieten der einladenden Zuchtvereine gegeneinander an. Der Zuchtverein Ehingen trat unter anderem mit den zwei überzeugenden Rau-Töchtern Romy und Grainy, sowie die Malheg-Tochter Gerlinda, Joachim Keller gegen die Konkurrenz an und konnte so klar den Wettbewerb für sich entscheiden. In einem imposanten Schlussbild präsentierten die Fleckviehzüchter noch einmal die Siegertiere zur Wahl der Miss Oberschwaben. Landes- und Bundesschaukühe waren in großer Zahl vertreten, vor allem die Euterqualität unterstrich die spezielle Ausrichtung der Züchter.

Die Wahl der Championkuh war recht eindeutig, da sich die Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing noch etwas von den anderen Kühen abhob und durch ihre Ausstrahlung nahezu alle Zuschauer in ihren Bann ziehen konnte. Der zweite oberschwäbische Fleckviehtag war ein Erfolg mit hoher Besucherzahl und hochwertigen Kühen.