Bürgermeisterwahl Florian Teichmann zweiter Kandidat für Bürgermeisterwahl

Florian Teichmann hat seine Bewerbung abgegeben. Er ist der zweite Kandidat für die Allmendinger Bürgermeisterwahl.
Florian Teichmann hat seine Bewerbung abgegeben. Er ist der zweite Kandidat für die Allmendinger Bürgermeisterwahl. © Foto: Emmenlauer
Allmendingen / Andreas Hacker 08.01.2018
Florian Teichmann aus Söflingen hat sich als zweiter Kandidat für die Bürgermeisterwahl beworben. Er kennt Allmendingen aus seiner Arbeit als Kommunalberater.

Zweieinhalb Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist kommt Spannung in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Allmendingen. Mit Florian Teichmann aus Söflingen hat nach Emanuel Sontheimer ein zweiter Kandidat aus der Region am vergangenen Freitag seine Bewerbungsunterlagen für die Wahl am 18. Februar im Rathaus abgegeben und sich schon am Wochenende bei Feuerwehr und der Kleintierzuchtausstellung vorgestellt.

Teichmann weiß, worauf er sich einlässt. Als Kommunalberater bei der EnBW ist der 37-Jährige seit dem Jahr 2011 im gesamten Alb-Donau-Kreis unterwegs und täglich in den Rathäusern. Seine Themen reichen vom Energieeinsparen durch Wärmenetze und LED-Beleuchtung über Breitbandausbau und Baulanderschließung bis hin zu Wasser, Abwasser und Förderprogramme. Und er hat sich intensiv mit Allmendingen befasst.

„Bürgermeister zu werden war für mich kein Kindheitstraum“, sagt der gelernte Energieanlagenelektroniker, der in Söflingen geboren und in dem Weiler Buch bei Illerkirchberg in einem klassischen Drei-Generationen-Haushalt mit einer kleinen Landwirtschaft aufgewachsen ist. Deshalb waren kaufmännische Weiterbildung und dann die Fortbildung zum technischen Betriebswirt die nächsten Schritte im Beruf, gefolgt von Bachelor- und Masterstudium in Business Administration und einer mehrjährigen Tätigkeit als Projekt- und Bauleiter bei Siemens. Doch kommunalpolitisch war er immer interessiert, und in den Jahren als Kommunalberater sei in ihm dann langsam der Gedanke gereift, dass Bürgermeister auch für ihn ein Thema sein könnte.

„Im politischen Umfeld ist das eine der Aufgaben mit dem höchsten Gestaltungsspielraum“, sagt Florian Teichmann und fügt hinzu: „Das sieht man an Robert Rewitz.“ Der im Frühjahr scheidende Bürgermeister habe Allmendingen in 24 Jahren stark geprägt und hinterlasse „große Fußstapfen“. Allerdings habe so ein Amt zwei Seiten und sei mit Einschnitten im Privatleben verbunden. Deshalb hat sich der Vater von zwei kleinen Kindern erst beworben, als klar war, dass Ehefrau Sabine die Kandidatur mitträgt.

Bestärkt sieht sich Florian Teichmann auch durch viele Gespräche mit Allmendingern. Als die Nachricht kam, dass Rewitz nicht mehr kandidiere, sei er zunächst überrascht gewesen und sei die Bewerbung dann nach längerem Überlegen aktiv angegangen. Denn Allmendingen sei ein sehr vielseitiger Ort „mit einem intakten Miteinander“. 46 Vereine zeigten, dass das gesellschaftliche Leben intakt sei, und für ganz wichtig hält er, dass die Ortschaften ihre eigene Identität behielten und es kein Gegeneinander gebe.

Teichmann ist Mitglied der CDU, will sich in Allmendingen aber als unabhängiger Kandidat vorstellen, der sich der Sachpolitik verpflichtet fühlt. Er versteht sich als Spielführer, der aufs Team setzt und Aufgaben und Verantwortung delegieren will. „Ich will die Leute überzeugen, mit mir einen gemeinsamen Weg zu finden.“ Teichmann kennt Allmendingen schon lange und hält den eingeschlagenen Kurs der Haushaltskonsolidierung für wichtig. Es gelte, „unbedingt die Schulden zu reduzieren“, sagt er. „Das erkenne ich auch aus den Gesprächen als Wunsch aus der Bevölkerung.“

Nachhaltiges Wirtschaften

Man soll sich nicht alles leisten, was schön zu haben wäre – so überschreibt er seinen „eher konservativen Kurs“, für den er in den kommenden Wochen in Bürgergesprächen werben will. Soll heißen: Pflichtaufgaben ja, alles andere genau prüfen. Teichmann versteht Allmendingen als Lebensraum und als Wirtschaftsraum und sieht nachhaltiges Wirtschaften als zentrales Thema. Als wichtige Einzelvorhaben nennt er den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Weilersteußlingen auch mit dem Ziel, die Aufnahme von Frauen in die Feuerwehr möglich zu machen und die Jugendarbeit zu stärken. Auch die Kanalisation auf dem Hochsträß, den Ausbau des Breitbandnetzes auch für die örtlichen Firmen, die Verbesserung der Spielplätze auch mit Blick auf Kleinkinder und einen Masterplan für die Sanierung der Feldwege gehören für ihn dazu.

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