Rückblick Ein Dorfzentrum für Hausen

1993 wurde das Dorfzentrum in Hausen ob Urspring eingeweiht. Die Stars des Festes waren die Kinder vom Kindergarten, der darin ein neues Domizil fand.
1993 wurde das Dorfzentrum in Hausen ob Urspring eingeweiht. Die Stars des Festes waren die Kinder vom Kindergarten, der darin ein neues Domizil fand. © Foto: Archiv / Josef Haible
Ehingen / Julia Deresko 14.06.2018

Vor 25 Jahren

Von Aufatmen und Zufriedenheit sowohl bei den Bürgern in Hausen ob Urspring als auch bei der Schelklinger Stadtverwaltung war die Rede, als das neue Dorfzentrum 1993 eingeweiht worden ist. Die Bauzeit betrug drei Jahre und das Gebäude konnte noch „rechtzeitig vor der großen Sparwelle“ in festlichem Rahmen seiner Bestimmung übergeben werden. Ortsvorsteher Josef Albrecht sprach von einem „Jahrhundertereignis“ und freute sich, dass die Frage „Wachsen oder Schrumpfen“ positiv entschieden wurde, wie zu lesen war. Das Dorfzentrum sollte von nun an nicht nur den Kindergarten, sondern auch die Ortsverwaltung und die Feuerwehr beheimaten.

Die Ehinger mussten weiterhin auf ihren geliebten Frosch vom Theodulbrunnen warten. Eigentlich sollte die Figur nach mehrwöchiger Abwesenheit seinen angestammten Platz unter dem Heiligen Theodul einnehmen. Doch daraus wurde nichts. Der Kraftakt eines Unbekannten habe ihm so zugesetzt, dass Schlossermeister Karl Most den Frosch nicht mehr in Aktion setzen konnte. Vermutlich beim Versuch, den Frosch zu stehlen, sei er in seiner Verankerung so brutal überdreht worden, dass ein „Hähnele“ im Inneren nicht mehr zu reparieren war. Nun sollte das bronzene Kunstwerk an „seinen Vater“, den Göppinger Künstler Kurt Grabert, geschickt werden. Grabert hatte den Frosch einst den Ehinger Kindern geschenkt. Gelinge ihm die Reparatur nicht, dann dürfte der Frosch „seinen letzten Wasserstrahl ausgehaucht haben.“

Mit einer Schreckschusspistole hat ein etwa 40-jähriger Mann an der Groggensee-Anlage Schießübungen unternommen. Die Kinder auf dem nahe gelegenem Spielplatz bekamen es dabei mit der Angst zu tun. Eine Mutter alarmierte die Polizei, die dem angetrunkenen Schützen die Waffe samt Munition abnahm.

Die Bauarbeiten an der Ehinger Nordtangente, besser bekannt als „Ringstraße“, gingen voran. Erster Bauabschnitt war die Brücke über die Schmiech. Für diese wendete die Stadt 850 000 Mark auf. Neben der Fahrbahn erhielt die Brücke auf beiden Seiten Geh- und Radwege.

Vor 50 Jahren

Der Landkreis Ehingen zählte nach dem 1968 vorliegenden Ergebnis des Statistischen Landesamts insgesamt 48 288 Bewohner zum Jahresende 1967, davon 23 105 männliche und 25 183 weibliche. Während die Jahre 1962 bis 1965 jeweils einen sehr beachtlichen Zuwachs gebracht hatten und den Kreis um 816 bis 1049 Personen zunehmen ließen, kam es im Zeichen der wirtschaftlichen Rezession in den beiden folgenden Jahren zu einer spürbaren Beruhigung. Der Kreis wuchs 1966 nur noch um 420 Bewohner und auch 1967 blieb es bei einem Zuwachs von 449 Personen. Fast unverändert blieb in den vorangegangen sechs Jahren der Geburtenüberschuss. Im Jahresdurchschnitt brachte es dem Kreis Ehingen einen Zuwachs von rund 500 Personen; im Jahr 1967 494.

Bei einem auf der Markung Weilersteußlingen erlegten Rehbock wurde die Tollwut festgestellt. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich von Wildtieren fernzuhalten und dafür zu sorgen, dass Haustiere nicht mit diesen in Berührung kommen.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Trauer In einer schlichten Trauerfeier nahmen am 8. Juni 1968 in Arlington in der Nähe von Washington die Mitglieder der Familie und die engsten Freunde Abschied von dem ermordeten Senator Robert Kennedy. Zuvor hatten Hunderttausende dem 42-Jährigen die letzte Ehre erwiesen. Auf dem Weg von Washington zum Nationalfriedhof in Arlington passierte der Trauerzug die Stätten des politischen Wirkens des Senators. Robert Kennedy wurde neben seinem ebenfalls ermordeten Bruder, John F. Kennedy, beigesetzt. Der Leichnam von Robert Kennedy war zuvor mit einem Sonderzug von New York nach Washington gebracht worden. Dabei sei es zu zwei Unfällen gekommen, „die zwei Menschen das Leben kosteten“, wie zu lesen war. jad

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