Zwei Wochen lang wird am Ehinger Liebherr-Werk kaum mehr gearbeitet – in der Kar- und in der Osterwoche. Es handelt sich um zwei erzwungene freie Wochen, denn der e hat Probleme mit den Lieferungen für die Produktion. Das bestätigte Sprecher Tobias Ilg am Mittwochabend. „Wir werden weite Teile der Produktion und der Fertigung sowie der fertigungsnahen Bereiche schließen“, sagte Ilg auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE.

Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, sei derzeit noch schwer zu sagen. „Wir werden den Großteil der Produktion herunterfahren“, doch die Bereiche für Logistik, Ersatzteile und Versand würden in einer Notbesetzung aktiv sein. Das Problem: Grenzschließungen wegen des Coronavirus in Frankreich, Österreich und Italien sowie Produktionsschließungen in Frankreich und Italien lassen wichtige Teile der Zuliefererkette wegbrechen.

Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreis Neu-Ulm

Kurzarbeit nach derzeitigem Stand nicht geplant

Doch selbst wenn die Fertigung steht, gibt es einen großen Bedarf an Ersatzteilen. In der kommenden Woche werde man „Stand heute“ normal produzieren, sagt Ilg. „Die wichtigen Zulieferer sagen alle, sie würden eine Woche vor uns wieder mit der Produktion beginnen“, sagt Ilg. Probleme könne es dennoch geben. „Wir wissen derzeit alle nicht, was die Politik in Österreich, in der Schweiz, in Frankreich oder Italien machen wird“, sagt Ilg.

Kurzarbeit sei nach derzeitigem Stand nicht geplant, die beiden Wochen, die zudem kurze Wochen mit nur vier Werktagen sind (Karfreitag und Ostermontag), werden über Arbeitszeitkonten ausgeglichen, die aufgrund der erfolgreichen zurückliegenden Jahre mit vollen Auftragsbüchern bei vielen Mitarbeitern prall gefüllt sind.