Schule Ehingen: Abiturienten feiern Abiball

Ehingen / Renate Emmenlauer 09.07.2018

Endlich haben meine Worte Früchte getragen und drei Jungs haben diesmal die Punktlandung geschafft. Sonst waren es fast immer Mädchen“, sagte Wolfgang Aleker, Direktor am Johann-Vanotti-Gymnasium (JVG), in seiner Ansprache zum Abiball am Samstagabend in der voll besetzten Lindenhalle. Aleker bezog sich auf Gabriel Knöbl, Eliah Beringer und Steffen Deusch, die wie Judith Lamprecht – sie hat das beste Abitur der Schule geschrieben – mit 1,0 abgeschlossen haben.

„Ihr seid ein herausragender Abiturjahrgang“, sagte Aleker. Drei Schüler haben mit 1,1 abgeschlossen, insgesamt lag der Notenschnitt der 91 Abiturienten bei 2,1. Es gab 24 Preise und 20 Belobungen sowie mehrere Sonder- und Fachpreise.

Aleker griff auch den Abispruch „Der Kapitän über Bord“ auf, sagte, dass die Schüler nach acht Jahren vom JVG gehen, er nun nach 35 Jahren. „Ich kann das Ruder entspannt weitergeben, ihr aber müsst euch weiter ins Zeug legen, um auf dem richtigen Kurs zu bleiben.“ Und nicht nur er, sondern auch sein Steuermann geht: Der stellvertretende Schulleiter Dieter Greulich wird wie berichtet zum neuen Schuljahr Leiter des Anna-Essinger-Gymnasisums am Ulmer Kuhberg. Edith Baur vom Förderverein des JVG zeichnete Steffen Deusch mit dem Preis für schulisches Engagement aus. Vor vier Jahren hatte der Gymnasiast auf das unsichere Netzwerk an der Schule hingewiesen und eine 15-seitige Dokumentation erstellt. „Er hat die Entwicklung aller Plattformen und Systeme an unserer Schule mitgeprägt. Und alles in seiner Freizeit administriert“, sagte Edith Baur.

Freude und Wehmut empfand Annika Meixner, die den Scheffelpreises verliehen bekam. „Zwölf Jahre Schulzeit haben nun ihr wohlverdientes Ende gefunden.“ Die Schüler hätten gelernt, dass der Schulstoff nicht das Wichtigste gewesen sei, sondern der Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft. „Nun lichten wir den Anker, hissen die Segel und schippern in die große weite Welt.“ Im Kreis der Abiturienten gebe es bereits Wetten über Karrierewege. Dank sprach sie ihrer Familie und den Angehörigen ihrer Mitschüler aus, die ihnen mit Engelsgeduld und Motivation zur Seite gestanden waren.

Unterhaltung bot das Showprogramm, das jeder Kurs ungeachtet des Prüfungsstresses in Eigenregie kreiert und dabei teils tief in die Ideenkiste gegriffen hatte. Der Chemiekurs präsentierte auf Großleinwand einen explosiven Querschnitt aus dem Chemieunterricht, der für viele Lacher im Publikum sorgte. Das Dutzend Damen aus dem Französisch-Kurs ließen seinen Schulalltag poetisch und mit viel Charme Revue passieren. Der Musikkurs plauderte musikalisch aus dem Nähkästchen, die Sportler zeigten per Film, was sie können.

„Make JVG great again“

Der Geschichts-Kurs sorgte mit seinem humoristischen Wissens-Spiel „Der Politik-Kick“ – was die Leute bei Google über jeweilige Politiker wissen wollen – für Lacher. Unter den neun Kandidaten war auch der künftige JVG-Schulleiter Tobias Sahm, dem die Schüler für seinen neuen Posten den Spruch von Donald Trump wünschten, nur eben für das Johann-Vanotti-Gymnasium: „Make JVG great again“. Der künftige Direktor ließ das so nicht stehen, „denn diese Schule ist schon great. Und das wird sie auch bleiben.“

Die Moderatoren Jan Rommel, Niklas Bruyns und Anna Mast agierten mit Witz, Charme und viel Professionalität. Bewegender Schlusspunkt beim Abiball bildete das von allen Schülern gesungene traditionelle Abi-Lied.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel