Stadtentwicklung Ehingen zieht Bilanz bei Wohnraumentwicklung

Im „Rosengarten“ werden bis zum Jahresende 44 weitere Bauplätze erschlossen.
Im „Rosengarten“ werden bis zum Jahresende 44 weitere Bauplätze erschlossen. © Foto: Stadt Ehingen
Ehingen / swp 19.06.2018
Die Stadt zieht Bilanz in Sachen Wohnbauentwicklung und betrachtet in einer Mitteilung die Jahre 2014 bis 2018.

Die Stadt Ehingen zieht Bilanz in Sachen Wohnbauentwicklung und listet in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung auf, was sich seit 2014 im Stadtgebiet getan hat. So sind gemäß einer Statistik des Bauamtes in den vergangenen viereinhalb Jahren etwa 1000 neue Wohnungen entstanden, im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der Baugenehmigungen im Bereich Wohnen nahezu verdoppelt. Die Stadt führt hierzu Zahlen an: Allein im vergangenen Jahr beläuft sich die Summe der Genehmigungsverfahren für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser auf 94, in den beiden Vorjahren habe es ähnlich viele Verfahren gegeben.

Die Stadtverwaltung sieht darin eine „kontrollierte Entwicklung“ , die demografischen wie wirtschaftlichen Entwicklungen sowie einer nachhaltigen Stadt und Ehingen als Tourismusziel Rechnung trage. Diese Voraussetzungen spiegeln sich aus Sicht der Verwaltung wider in der „Zunahme“ altersgerechter Wohnformen, einer „stetigen Nachfrage“ nach Baugrundstücken für Einfamilienhäuser und in der „Expansion“ von Gewerbebetrieben sowie Gebäudeinstandsetzungen und Umnutzungen. Grundlage dafür seien „harte“ Zahlen wie etwa die Einwohnerentwicklung. Wie Bettina Gihr, Sprecherin der Stadtverwaltung, auf Nachfrage mitteilte, wuchs die Bevölkerung von 25 070 Einwohner (2011) auf 26 366 Einwohner Ende 2017. Aber auch so genannte „weiche“ Faktoren – wie Energiestandards, Breitbandausbau oder die Qualität des öffentlichen Raumes – wirkten sich auf die Entwicklung aus.

Als Beispiel für die Gesamtentwicklung wird der Bau der „Volksbank-Höfe“ am Marktplatz inmitten historisch gewachsener Strukturen angeführt, ein Projekt der Donau-Iller-Bank. „Eingriffe dieser Größenordnung bedeuten auch eine massive visuelle Veränderung“, heißt es in der Mitteilung. Dementsprechend gebe es eine enge Abstimmung zwischen Stadt, Bauträger und Denkmalschutz. In zwei Jahren sollen die Arbeiten auf dem 8500 Quadratmeter großen Areal abgeschlossen sein.

Früher, bereits zum Jahresende, soll die Erschließung von 44 Bauplätzen im vierten Bauabschnitt „Rosengarten“ erfolgt sein. Gihr zufolge gibt es für das Baugebiet etwa 200 Interessenten, das Baugebiet ist damit mehr als vierfach überzeichnet. Es könnten deshalb nicht alle Anfragen erfüllt werden, teilt Gihr weiter mit. „Deshalb werden wir im stadtnahen Baugebiet sukzessive weitere Abschnitte erschließen.“ Zwar ist auch in der Mitteilung von der landesweiten Devise „Innen- vor Außenentwicklung“ die Rede. Doch die Stadt will offenbar die Nachfrage weiter über Baugebiete am Rand befrieden.

In den Teilorten schreite die Entwicklung ebenfalls voran, als Beispiel wird das Richtfest für das Mehrgenerationenhaus in Dächingen im Frühjahr angeführt. 

Oberschaffnei als Beispiel

Dem gegenüber stehen die Ansprüche in Gebieten wie der Unteren Stadt, wo es ums Wohnen in historischen Strukturen geht und architektonische Lösungen auf engstem Raum umgesetzt werden müssen. Hier gebe es auch „Mut zur Lücke, etwa bei einem Abriss, der Luft, Licht und Freiraum schafft und Gestaltungsmöglichkeiten, etwa für eine grüne Oase, eröffnet“. Die Sanierung der Oberschaffnei 2016 steht hierfür als Beispiel für neue Entwicklungen in gewachsenen Strukturen.

Auch private Investoren treiben die Entwicklung voran, etwa auf dem Schelle-Areal an den Bahngleisen. Jenseits der Altstadt entstehen derzeit 40 Wohneinheiten, ähnliches gelte für die vor zehn Jahren begonnene Mehrfamilienhaus-Bebauung „Zeppelingelände“ an der Otto-Hahn Straße, die noch Erweiterungsflächen bereithalte. Hier wurde zuletzt der Bau geförderter Wohnungen genehmigt.

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