Stadtentwicklung Ehingen soll Hof am Jugendzentrum umgestalten

Ein Kleinfeldplatz für Fußball, Hockey und Streetball, bewegliche Sitzgelegenheiten, Sonnenbänke am Hang zum Groggensee und eine Bühne sind nur einige Vorschläge des Antrags.
Ein Kleinfeldplatz für Fußball, Hockey und Streetball, bewegliche Sitzgelegenheiten, Sonnenbänke am Hang zum Groggensee und eine Bühne sind nur einige Vorschläge des Antrags. © Foto: Stefan Bentele
Ehingen / Stefan Bentele 20.06.2018
Auf Anregung von Junges Ehingen hin regen alle Fraktionen im Gemeinderat die Neugestaltung des Hofs am Jugendzentrum an.

Letztendlich wird der Stadtpark am Groggensee damit noch größer und schöner“, sagt Christian Walther. Der Sprecher der Gruppe Junges Ehingen im Gemeinderat meint damit die anstehende Umgestaltung des Hofs am Jugendzentrum samt einer Öffnung hin zum Anlagensee.

Zwar gibt es noch keinen Beschluss des Gemeinderats, der das vorsieht. Doch angesichts eines überfraktionellen Antrags, der unter Federführung der Gruppe Junges Ehingen und in Abstimmung mit den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und Freien Wählern entstanden ist und Anfang Juni an die Stadtverwaltung geschickt wurde, scheint die Annahme des Antrags reine Formsache und erfolgt voraussichtlich in der Sitzung am Donnerstag kommende Woche, das Thema steht auf der gestern veröffentlichten Tagesordnung.

Zwar wäre der Stadtverwaltung gemäß Gemeindeordnung noch bis Juli Zeit geblieben, um das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Oberbürgermeister Alexander Baumann hatte zuletzt aber im Gespräch mit dieser Zeitung bereits signalisiert, diesen Zeitraum nicht vollends ausschöpfen zu wollen. Es gehe, sagt das Stadtoberhaupt, nun ohnehin nicht sofort um die Ausgestaltung im Detail, sondern „zunächst um den Auftrag an die Verwaltung, eine Planung auszuarbeiten“.

Baumann beruft sich dabei auf den Antrag, der das weitere Vorgehen in fünf Etappen unterteilt: Machbarkeitsentwurf auf Basis von Vorschlägen; Ortstermin mit Jugendlichen, um darüber zu diskutieren; aus den Ergebnissen eine Planung für den Gemeinderat erstellen; Mittel für den Bau im Haushalt 2019 bereitstellen; Beginn der baulichen Umsetzung spätestens im Frühjahr 2019.

Walther hält den Zeitplan für realistisch: „Ich bin optimistisch.“ Zumal die Mittel gemäß Antrag im Haushaltsplan für das kommende Jahr bereit stehen müssten, was wiederum zu berücksichtigen sei, weil sonst dem Inhalt des überfraktionellen Antrags nicht entsprochen werde.

Walther betont, dass nun zu klären ist, wie die Umgestaltung erfolgt, nicht ob. „Wir wollen gar nicht vorschreiben, wie es umgesetzt wird.“ Im Rahmen der Vorschläge aus mehreren Bürgerbeteiligungsprojekten – etwa der „Zukunftswerkstatt familienfreundliches Ehingen“ von 2012 oder dem „Jungen Podium“ des Stadtjugendrings von 2015 – sieht der Entwurf eine Grundlage für die weitere Vorgehensweise vor. Dazu gehören ein Kleinfeldplatz für Fußball, Hockey und Streetball, mobile Sitzgelegenheiten, Sonnenbänke am Hang zum Groggensee und Zugang zu selbigem, außerdem eine kleine Bühne dorthin.

Walther sieht das alles eben nicht nur als Aufwertung für das Jugendzentrum, sondern für sämtliche Ehinger – und seiner Auffassung nach teilen die übrigen Fraktionen diese Sichtweise. Die kleine Bühne, sagt Walther, könnte später dann ja auch vom Jazzclub oder von der Stadtkapelle genutzt werden, um zu spielen oder zu proben.

Verläuft alles so, wie es sich nun gemäß überfraktionellem Antrag abzeichnet, wäre eine gut 13 Jahre alte Absichtserklärung der Stadt erfüllt, den Hof für Jugendliche neu zu gestalten, der bislang eher mit Asphalt- und Parkplatzflair besticht. Und an Parkplätzen mangelt es in der Umgebung des Bahnhofs nicht unbedingt.

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