Ehingen / Rainer Schäffold  Uhr
Ausgetretenes Schwefeldioxid in der Papier- und Zellstofffabrik löste am Samstag bei Sappi in Ehingen einen Gasalarm aus. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.

Großalarm am frühen Samstagmorgen bei Sappi in Ehingen: Weil in der Papier- und Zellstofffabrik Schwefeldioxid (SO2) ausgetreten war, rückte die Ehinger Feuerwehr mit 50 Mann an. Wie das Unternehmen mitteilt, war wegen eines technischen Defekts gegen 5.30 Uhr Kochsäure aus einem Vorratsbehälter ausgetreten, in der Folge sei es zur Ausgasung von Schwefeldioxid gekommen. Gassensoren hätten automatisch Gasalarm ausgelöst und die  Leitstelle in Ulm alarmiert, die  Ehinger Feuerwehr rückte unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Oliver Burget aus.

Sappi in Ehingen: Personal verhindert größeren Schaden

Das Betriebspersonal habe die Havarie schnell gestoppt, heißt es in der Mitteilung von Sappi weiter, somit sei größerer Schaden verhindert worden. Zusätzlich seien so genannte Hydroschilde in Betrieb genommen worden, um die Emissionen niederzuschlagen.

Zwei Mitarbeiter des Betriebes hätten sich wegen Atemwegsreizungen vorsorglich unter ärztliche Beobachtung ins Krankenhaus begeben, beide konnten  laut Mitteilung das Krankenhaus am Vormittag wieder verlassen.

Feuerwehr Ehingen: Keine Gefährdung der Nachbarschaft

Messungen der Feuerwehr außerhalb der Werksgrenze hätten keine Auffälligkeiten gezeigt. „Eine Gefährdung für die Nachbarschaft bestand zu keiner Zeit“, teilt Sappi mit. Die Einwirkung sei kurzfristig gewesen, es wurden „niedrige Konzentrationswerte“ gemessen worden.

Nach etwa zwei Stunden sei der Einsatz der Rettungskräfte beendet worden; er habe gut funktioniert, ebenso wie der Alarmierungsplan. Die direkt am Werk vorbeiführende Bundesstraße 465 war während des Feuerwehreinsatzes beidseitig gesperrt, die Einsatzkräfte leiteten den Verkehr um.

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