Gemeinderat Dritter Anlauf

Wie geht es weiter in der Alleestraße? Die Anlieger hinten wünschen sich vor allem Verkehrsinseln wie vorne. 
Wie geht es weiter in der Alleestraße? Die Anlieger hinten wünschen sich vor allem Verkehrsinseln wie vorne.  © Foto: Andreas Hacker
Oberstadion / Andreas Hacker 13.06.2018

Zum zweiten Mal vertagt hat der Gemeinderat Oberstadion die Entscheidung, wie im Bereich der Erweiterung des Baugebiets Ortsmitte der Endausbau der Alleestraße erfolgen soll. Hier geht es, wie berichtet, um die Frage der Randsteine und der Verkehrsberuhigung, nachdem sich Anwohner beklagt haben, dass dort relativ schnell gefahren werde, die Straße aber keinen Geweg habe. Diese Sorge vor allem mit Blick auf die vielen Kinder im Neubaugebiet haben sie jetzt in der Sitzung am Montagabend wieder vorgetragen.

Für das planende Ingenieurbüro Schranz aus Bad Saulgau hat Stephan Burth nochmals die Vor- und Nachteile beim Material aufgezeigt: Randsteine aus Beton seien um 4200 Euro günstiger, allerdings auch anfälliger für Abplatzungen; in Nachbargemeinden wie Grundsheim, Unterstadion und Emerkingen gebe es mit Großgranitrandsteinen nur gute Erfahrungen. Im Gemeinderat gingen die Ansichten dazu weit auseinander; wenn es eine Tendenz gibt, dann folgt diese der Argumentation von Georg Steinle, dass es wichtig sei, aus optischen Gründen mit Granitpflaster weiterzumachen, nachdem im ersten Teil der Alleestraße damit begonnen worden ist.

Dort gibt es auch schon jene Inseln, die den Verkehr bremsen sollen. Das ist im noch nicht ausgebauten Teil der Alleestraße dringlich, weil die Autos vor allem von Unterstadion her schnell ins Baugebiet einfahren. Während die Anlieger, unterstützt von Bürgermeister Kevin Wiest, deutlich für mindestens zwei weitere Verkehrsinseln und vielleicht eine Schwelle am Ortseingang plädieren, gibt es klare Gegenmeinungen wie die von Konrad Schmucker, der sagt: Die Tempo-30-Zone reicht. Auf Vorschlag von Rolf Kehrle bekam das Gremium jetzt Hausaufgaben: Jedes Mitglied soll sich die Situation vor Ort anschauen und mit den Anliegern reden. In der nächsten Sitzung wird dann abgestimmt.

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