Großes Glück im Unglück hatte eine dreiköpfige Familie in Briel in der Nacht zum Mittwoch: Der Brand im Keller ihres Einfamilienhauses wurde rasch entdeckt, weil die Mutter um Mitternacht noch wach war. Die 44-Jährige versuchte noch selber, das Feuer zu löschen, berichtet die Polizei - was ihr jedoch nicht gelang. Auch der Löschversuch des Nachbarn, ihres Schwagers, scheiterte.

Die Frau brachte ihre kleinen Kinder und sich selbst in Sicherheit. Dennoch erlitt sie eine Rauchgasvergiftung und musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Auch die Kinder und der Schwager wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Feuerwehren aus Granheim, Dächingen und Ehingen sowie aus Altsteußlingen/Briel eilten zu Hilfe und hatten den Brand schnell gelöscht. Insgesamt 30 Wehrleute waren unter Einsatzleitung von Michael Mouratidis im Einsatz. Mit Atemschutz drangen einige Männer zum Brandherd vor. Ursache des Feuers war ein defekter Wäschetrockner im Keller des Wohnhauses in der Straße Kirchäcker, der in Brand geraten war.

Zudem musste die Feuerwehr den Rauch, der sich im ganzen Haus ausgebreitet hatte, mit einem Gebläse aus den Räumen entfernen. Der Ehemann und Vater war in der Nacht nicht anwesend, weil er sich auf Geschäftsreise befand, wie Oliver Burget, Leiter der Stützpunktfeuerwehr Ehingen, berichtete.

Der Kellerraum hat bei dem Feuer Schaden genommen, auch die übrigen Wände im Haus müssen wohl neu gestrichen werden. Insgesamt ist ein Schaden von annähernd 2500 Euro entstanden, berichtet die Polizei.

In diesem Zusammenhang empfiehlt die Feuerwehr dringend die Installation von Rauchmeldern auch in Wohnhäusern. Der aktuelle Fall hätte weit schlimmer ausgehen können, sagt Oliver Burget. "Hätte die Frau schon geschlafen, wäre der Brand wohl erst bemerkt worden, wenn der offene Feuerschein durch die Fenster sichtbar gewesen wäre", glaubt der Kommandant.